Pferdesport Pferdesport: Weitere Schleife für die Gardinenstange
Leina/MZ. - Damit gehen die ersten vier Ränge in den Ort bei Zeitz. Kampfrichterin Babette Böhm meint deshalb: "Ich hoffe, ihr habt ein großes Auto für all die Preise mit."
Bei der Prüfung ist Schnelligkeit gefragt, erzählt Ulrike Schramm, die nach den 1:10,5 Minuten ihrer Tochter selbst ganz außer Atem ist. Denn sie muss das Pferd auch aus Gründen der Sicherheit über den Parcours führen. Die Reiterin hingegen hat bestimmte Aufgaben zu erfüllen und zum Beispiel mit einem Apfel einen Eimer zu treffen sowie einen Rucksack an den Hindernissen aufzuhängen.
Die 34-jährige Mutter erzählt, dass man extra wegen der Kinder nach Leina gekommen sei. "Hier haben sie ihren Spaß, denn fahren wir zu großen Turnieren, kommen sie oft zu kurz." Ihre Tochter habe quasi schon vor ihrer Geburt mit auf dem Pferd gesessen und reitet seit gut zwei Jahren selbst. 14 oder 15 Schleifen hängen an der Gardinenstange in ihrem Zimmer und sind von außen gut sichtbar. Die Fünfjährige selbst sagt mit einem Seitenhieb auf den Bruder: "Reiten macht mehr Spaß als Fußball." Gut zehn Schleifen mehr hat Tina Bartl eingeheimst, die in Leina ihren Vorjahreserfolg wiederholen kann.
Beim einfachen Reiterwettbewerb gibt es für Sabrina Blockus eine Schleife für Platz vier. Sie reitet Sissi, ein Vereinspferd, und kommt zu den Übungsstunden aus Wüsteneutzsch bei Bad Dürrenberg herüber. Man sieht der Elfjährigen die Freude am Reiten an. Und damit geht das Anliegen des Veranstalters auf, vor allem den Kindern und Jugendlichen etwas anbieten zu wollen. Übungsleiterin Babette Böhm, die Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Storkau ist, war erst im Vorjahr von "Saaleaue"-Chef René Stahmann angesprochen worden, ob sie in Leina helfen könne. So wurde vor zwölf Monaten der Reitertag aus der Taufe gehoben. Auch wenn die Zahlen des Vorjahres - 80 Teilnehmer, 55 Pferde und rund 130 Starts - nicht ganz erreicht wurden, kann von einem Erfolg gesprochen werden.