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Wettbewerb Jugend forscht Das sind die sechs Forschungsprojekte, mit denen Jugendliche aus Sachsen-Anhalt am Bundesfinale teilnehmen

Diese Jugendlichen haben es in den Bundeswettbewerb geschafft. Und das sind ihre Forschungsprojekte.

Von Denny Kleindienst 05.04.2025, 10:00
Isabela Stoica und Lucia Liebe (rechts) wurden Landessieger im Fachbereich Biologie.
Isabela Stoica und Lucia Liebe (rechts) wurden Landessieger im Fachbereich Biologie. Foto: Marco Warmuth

Halle (Saale)/MZ. - Zehn junge MINT-Talente aus Sachsen-Anhalt haben sich für das Bundesfinale von „Jugend forscht“, Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, qualifiziert. Aus Halle hat es diesmal kein Schüler geschafft. Wenngleich etwa das Georg-Cantor-Gymnasium mit vielen Schülern am Freitag am Weinberg Campus vertreten war. Dort präsentierten die talentierten jungen Wissenschaftler, die es bis in den Landeswettbewerb geschafft hatten, ihre Forschungsprojekte.

An der anschließenden Auszeichnung der Landessieger nahm auch Sachsen-Anhalts Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) teil. Sie sei stolz auf die jungen Talente, sagte sie und erklärte: „Gerade in den MINT-Fächern brauchen wir kluge Köpfe, die innovative Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft entwickeln.“

Wie die Pressestelle des Technologie- und Gründerzentrums am Weinberg Campus mitteilte, wurden Lucia Liebe (15 Jahre) und Isabela Stoica (17) vom Gymnasium Wernigerode Landessiegerinnen im Fach Biologie. Sie untersuchten Pilzinfektionen bei Weichweizen. Dazu infizierten sie selbst gezogene Weizenpflanzen mit Braunrost. Ihr Ziel: Einen Ansatz für die Behandlung von Braunrost zu finden, ohne chemische Mittel zu verwenden.

Maryna Popova wurde Landessiegerin im Fach Chemie.
Maryna Popova wurde Landessiegerin im Fach Chemie.
Foto: Marco Warmuth

Maryna Popova (17) vom Werner-von-Siemens-Gymnasium in Magdeburg siegte in Chemie. Ihr Projekt befasste sich mit einem Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet wird und zu Typ-2-Diabetes führen kann. Die Erkenntnisse der Schülerin könnten die Grundlage zur Entwicklung von Therapien gegen die Krankheit bilden.

Im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften setzten sich Mara Hollstein und Magdalena Palomino Oviedo (rechts) durch.
Im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften setzten sich Mara Hollstein und Magdalena Palomino Oviedo (rechts) durch.
Foto: Marco Warmuth
Gurkirat Singh Khinda und Nguyen Kim Bao Chu (rechts) wurden Landessieger im Fachbereich Mathematik/Informatik.
Gurkirat Singh Khinda und Nguyen Kim Bao Chu (rechts) wurden Landessieger im Fachbereich Mathematik/Informatik.
Foto: Marco Warmuth

Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften siegten Elisabeth Scholz (14), Magdalena Palomino Oviedo (15) und Mara Hollstein (15) vom Norbertusgymnasium Magdeburg. Die drei machten Vorschläge, wie sich die Verkehrssicherheit für Radfahrer vor ihrer Schule erhöhen lässt. Gurkirat Singh Khinda (16) und Nguyen Kim Bao Chu (17) vom Goethegymnasium Weißenfels überzeugten die Jury im Fachgebiet Mathematik/Informatik. Die Jungforscher entwickelten ein KI-basiertes Assistenzprogramm zur Unterstützung von Menschen, die sich nur wenig mit Computeranwendungen auskennen.

Nele Pfeiffer beschäftigte sich mit  Bohrprozessen und holte den Landessieg in Physik.
Nele Pfeiffer beschäftigte sich mit Bohrprozessen und holte den Landessieg in Physik.
Foto: Marco Warmuth
Connor Walter wurde Landessieger im Fachbereich Technik.
Connor Walter wurde Landessieger im Fachbereich Technik.
Foto: Marco Warmuth

Den Landessieg in Physik errang Nele Pfeiffer (17) von der Landesschule Pforta in Naumburg. Sie fand heraus, wie Bohrvorgänge künftig sicherer und energieeffizienter ablaufen können. Und Technik-Landessieger Connor Walther vom Paul-Gerhardt-Gymnasium in Gräfenhainichen entwickelte eine All-Sky-Kamera für Wetterbeobachtungen.

Das Bundesfinale von „Jugend forscht“ findet vom 29. Mai bis zum 1. Juni in Hamburg statt.