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Zeitzer Stadtlauf Zeitzer Stadtlauf: «Friese» Andreas Berger läuft auf und davon

Von Joachim Beyer 02.09.2001, 17:44

Zeitz/MZ. - Der Zeitzer Oberbürgermeister Dieter Kmietczyk schickte am Sonnabend um 10 Uhr mit dem Startschuss 71 Laufenthusiasten auf die Strecke des zehnten Zeitzer Stadtlaufs rund um das Rathaus. Eine Runde betrug 2,5 Kilometer. Nach 33:15 Minuten durchlief Andreas Berger vom TV Friesen Naumburg als erster der 10 000-Meter-Läufer durch das Ziel. Der 38-Jährige wurde seiner Favoritenrolle gerecht. "Cierpinski war nicht dabei. Dadurch stiegen meine Chancen auf einen erneuten Triumph in Zeitz gewaltig", sagte der schnellste Mann beim Jubiläumslauf in der Elsterstadt. Der Sieger führte schon nach Runde eins deutlich und hielt die Gegnerschaft auch auf den folgenden drei Abschnitten in Schach. Zweiter wurde der Meineweher Freizeitläufer Andreas Hoffmann. Der junge Mann platzierte sich vor bekannten Läufern wie Jens Dreihaupt (Goseck), Hans-Joachim Rudorf (FSV Meuselwitz) und Gerd Böttcher (Profen).

Bei den Frauen gewann über zehn Kilometer Renate Warnstedt (Gera-Zwötzen). "Der Lauf gefällt mir, er ist gut organisiert", sagte die schnelle Frau. Über 5 000 Meter lief Annegret Beyer (Nellschütz) als Erste durchs Ziel. "Es hat Spaß gemacht, einen Verpflegungsimbiss habe ich vermisst", sagte die Siegerin über zwei Runden.

"Die Bedingungen sind für das Laufen ideal. Es ist nicht zu warm", meinte Sekunden vor dem Start Heinrich Munter von der Laufgruppe Rudelsberg/Bad Kösen. Der jüngste Teilnehmer war fünf Jahre. Jonas Hoffmann aus Rippicha lief 2 500 Meter, und sein Vater Jürgen Hoffmann wechselte diesmal den Tischtennisschläger mit den Laufschuhen und bewältigte vier Runden. Der älteste auf der Strecke war Hans Gottwald, der 85-jährige rüstige Rentner freute sich, als er die 2,5 Kilometer hinter sich gebracht hatte. Es war ein kleiner Gottwald-Familienlauf. Die zwölfjährige Urenkelin Sandra Hentzschler lief 2 500 Meter, und der 28 Jahre junge Enkel Uwe Schmidt war aus Berlin angereist und nahm den langen "Kanten" in Angriff. Der am weitesten gereiste Starter kam mit Konrad Fuchs aus Viernheim in der Nähe von Heidelberg. Der gebürtige Zeitzer, der in der Wendischen Straße aufgewachsen ist, gehört zu den Stammstartern beim Stadtlauf, er kommt jährlich nach Zeitz. Im Vorjahr verhinderte eine Krankheit sein Erscheinen. Der 69-Jährige wird stets von seiner Frau Irmtraud begleitet und ist Mitglied von Fortuna Rehmsdorf. Bei der Siegerehrung gratulierten Organisatoren der Zeitzer Laufgruppe sowie vom Schulverwaltungs- und Kulturamt Carola Höfer und Amtsleiterin Ilona Schneider den Teilnehmern des Traditionslaufes.