Mengen an Erde für Projekt
Aken/MZ/cz. - Mit einer kaum vorstellbaren Zahl sorgte Jörg Priebe am Mittwochabend für Unruhe im Akener Schützenhaus. 706 000 Kubikmeter Erde sollen im Rahmen der geplanten Deichrückverlegung im Bereich Lödderitzer Forst bewegt werden, informierte er auf der Bürgerversammlung. Und ob dieser Menge deuteten sich bei denen, die kamen, Sorgenfalten in den Gesichtern an.
Die Erde soll aus der Saaleniederung kommen und werde für die Deichrückverlegung dringend benötigt werde. Schließlich entstünde ein 7315 Meter langer neuer Deich, ein Bauprojekt das 35 Hektar umfasse, dabei würden allein auf einer Fläche von 7,3 Hektar Deichschutzstreifen angelegt, erläutert der Mann vom Planungsbüro aus Neuruppin. Fragen der Akener nach möglicher Lärmbelästigung durch den Transport und nach der Zwischenlagerung der Bodenmengen wurden laut. Dafür sei ein Zuwegungskonzept erarbeitet worden, um für alle verträglich den Boden an Ort und Stelle zu bekommen, hieß es. Für Lödderitz, so sei in den einzureichenden Unterlagen vermerkt, müsse eine Umfahrung gebaut werden. Auch die Kührener müssten sich nicht um Lärmbelästigung sorgen, da die Transporter nicht durch den Ortsteil fahren. Was noch auf der Seele drückte? Wie werden Eigentumsrechte geklärt? Wann erfolgen Gespräche mit Besitzern bzw. Pächtern der Flächen? Man komme nicht vor Sommer 2006 auf die Bewirtschafter zu, meint Hans-Werner Uhlmann, Geschäftsbereichsleiter beim Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, denn es sei ja noch nicht einmal die Prüfung der Zulässigkeit des Vorhabens beantragt. Den Eindruck hatte Johannes Kardos nicht. Er hätte sich gewünscht, dass die Info-Blätter in der Möglichkeitsform geschrieben wären.