Ausbildung Ausbildung: Berufsfindungsmesse lockt junge Besucher

köthen/MZ - Am Samstag luden die Berufsbildenden Schulen Köthen sowohl zum Tag der offenen Tür, als auch zu einer Berufsfindungsmesse in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit ein. Auf zwei Etagen stellten sich von 9 bis 13 Uhr insgesamt 35 Unternehmen und Institutionen aus der Region vor. Vom Kranken- und Gesundheitspfleger über Konstruktionsmechaniker bis hin zum Verwaltungsfachangestellten waren alle Berufsfelder vertreten. Seit 2007 öffnen die Berufsbildenden Schulen Köthen ihre Türen für einen Austausch von Firmen und Schülern. „Das ist immer der Höhepunkt in jedem Schuljahr“, erklärt Dagmar Pasch, Schulleiterin der Berufsbildenden Schule Köthen. „Schon allein aus eigenem Interesse ist dieser Tag für uns etwas Besonderes, denn wir wollen, dass unsere Schüler weiterkommen.“ Zusammen mit Ines Blaschczok, Bereichsleiterin bei der Agentur für Arbeit, eröffnete Pasch den Tag der offenen Tür. „Wir freuen uns über die rege Teilnahme“, so die Schulleiterin. „Der Zweck dieses Tages ist schließlich, dass die Schüler mit den Unternehmen zusammen kommen und sich über Berufe und Ausbildungsplätze informieren können.“
Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf den kaufmännischen Berufen, dem gewerblich-technischen Bereich und der Textilreinigung. Neu waren in diesem Jahr auch die so genannten grünen Berufe. So gab es zum ersten Mal Stände für landwirtschaftliche Berufe. „Wir können uns in diesem Rahmen bestens präsentieren“, so Ilona Härtling, Herdemanagerin von der Quellendorfer Landwirte GbR, die zusammen mit dem Landesbauernverband Sachsen-Anhalt die Stände für die grünen Berufe betreut. Am Stand für den Beruf Tierwirt kann sogar das Melken an einem künstlichen Euter geübt werden.
„Wir bieten eine gute Ausbildung und einen abwechslungsreichen Job an“, schildert Härtling. „Bei uns wird sowohl zum Land- als auch zum Tierwirt ausgebildet. Außerdem stehen bei uns die Übernahmechancen gut.“ Die Bilanz an Interessenten fiel für die Herdemanagerin allerdings etwas nüchtern aus. „Die Besucher haben uns allgemeine Fragen zum Beruf gestellt“, hält Härtling fest. „Ich hätte mir aber mehr Interessenten gewünscht.“
Positiver fällt dagegen das Resümee der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld aus. „Es gab schon ganz konkretes Interesse am Beruf des Bankkaufmanns und der Bankkauffrau. Wir haben auch Kontaktdaten für Praktika aufgenommen“, fasst Marlen Schneider, Auszubildende im zweiten Jahr, zusammen. Schneider konnte den Schülern auch aus eigener Erfahrung von der Ausbildung erzählen. „Vor allem im Bewerbungsverfahren gibt es kaum jemanden, der nicht zum ersten schriftlichen Test eingeladen wird“, sagt die Auszubildende. „Ich habe auch mit der Ausbildung bisher gute Erfahrungen gemacht. Banken bieten gute Chancen und auch die Übernahme erfolgt häufiger als in anderen Berufszweigen.“
Die Schüler nahmen vor allem die Angebote der Berufsfindungsmesse dankbar an. „Ich habe zwar schon eine Richtung, in die ich gehen will, aber ich wollte mich auch über andere Wege informieren, falls es mit der ersten Wahl nicht klappt“, erzählt Isamarie Dorand, Schülerin der 11. Klasse. „Ich mache gerade mein Fachabitur für Bürokauffrau und ein Praktikum in einem Autohaus. Mit der Beratung zu diesem Beruf war ich ganz zufrieden. Ich weiß, dass ich in die richtige Richtung gehe.“