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Saxonia Gatersleben gegen SC Seeland Saxonia Gatersleben gegen SC Seeland: Ein Punkt doppelte Freude

Von erik schmidt 23.11.2015, 19:14
Der Cochstedter Spielertrainer Martin Zimmermann (rechts) unterlag mit seiner Mannschaft gegen Eintracht Peißen.
Der Cochstedter Spielertrainer Martin Zimmermann (rechts) unterlag mit seiner Mannschaft gegen Eintracht Peißen. Thomas Tobis Lizenz

aschersleben - Im Fußball erlebt man es selten, dass zwei Kontrahenten mit ein- und demselben Ergebnis zufrieden sind. Im Spitzenspiel der Kreisliga Süd am vergangenen Wochenende zwischen Saxonia Gatersleben und dem SC Seeland, das den 87 Zuschauern keine Treffer bot, ereignete sich dieses Novum. Wenn auch mit Abstrichen. Denn Frank Wallwitz, Trainer der Gastgeber, sagt nach dem Punktgewinn: „Vor der Begegnung hätte ich dieses Ergebnis sofort unterschrieben, aber tatsächlich hätten wir sogar einen Sieg verdient gehabt.“

Zweiter Zähler gegen Spitzenteam

Über die gesamte Spielzeit gesehen, war es vor allem Saxonia, die verheißungsvolle Torchancen besaß. „Wir haben nach vorn zu wenig Druck gemacht“, verrät Seeland-Coach Klaus Gebhardt, „hatten aber das Glück, dass Gatersleben seine Möglichkeiten nicht nutzen konnte.“ Demzufolge könne er mit diesem Resultat trotz optischen Übergewichts seiner Elf leben, so der Übungsleiter weiter. Gatersleben wurde somit wieder einmal dem Status als Überraschungsmannschaft der Saison gerecht, konnte nun neben Spitzenreiter Bernburger FC auch dem Zweiten einen Zähler abknöpfen. „Für diese Leistung muss ich meinem Team ein Kompliment machen“, sagt Frank Wallwitz. Vor allem defensiv wussten die Hausherren zu überzeugen. Vorne fehlte hingegen etwas die Ruhe.

Der Bernburger FC hat sich den letzten freien Platz im Viertelfinale des Salzlandpokals ergattert. Der Tabellenführer der Kreisliga Süd setzte sich im staffelinternen Duell gegen den Froser SV Anhalt mit 5:1 durch. Dabei verlief es bis zur 76. Minute spannend, doch anschließend musste Frose, wie schon so häufig in dieser Saison, seinen Gegner in der Schlussviertelstunde ziehen lassen.

Im Kreisklassenpokal schieden unterdessen alle Teams aus der Aschersleben Region aus. Besonders hohe Niederlagen kassierten der SC Seeland (0:8 in Etgersleben) und Warmsdorf (2:10 bei der SG Belleben/Alsleben).

Ebenfalls mit einem Unentschieden musste sich Grün-Weiß Schadeleben beim 3:3 gegen Jahn Gerbitz begnügen. Dabei lagen die Bären nach 70 Minuten bereits mit 1:3 in Rückstand. „Kurzzeitig hatte ich das Gefühl, dass es das war“, erzählt Schadeleben-Angreifer Marius Kern. Doch der 21-Jährige brachte die Grün-Weißen eine Viertelstunde vor dem Ende mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag wieder heran. In der 79. Minute traf Daniel Stein dann auch noch zum Ausgleich. „Danach ist jeder gleich doppelt so viel gelaufen“, erklärt Kern, „wir hatten zwar noch weitere gute Chancen, aber im Grunde entspricht das Ergebnis dem Spielverlauf.“

Im Keller geht es eng zu

Während Schadeleben somit weiterhin das Tabellenmittelfeld anführt, gehört der SV Cochstedt mittlerweile zur Schlussgruppe. Nach gutem Start in die Spielzeit wurde der Aufsteiger mehr und mehr durchgereicht und liegt nun auf Rang dreizehn, weil gegen einen direkten Konkurrenten daheim verloren wurde. Eintracht Peißen gelang beim 4:1 in Cochstedt der bisher höchste Saisonsieg. Für den SVC, bei dem Trainer Martin Zimmermann aufgrund der großen Verletzungssorgen erneut selbst auflaufen musste, war es die vierte Niederlage in Folge.

Durch den 4:0-Sieg von TuS Bebitz im Duell der Schlusslichter gegen Rot-Schwarz Edlau wird es im Tabellenkeller ohnehin immer enger. Ebenfalls mittendrin: Der Froser SV Anhalt, der an diesem Wochenende im Pokal im Einsatz war. (mz)