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Mehr Qualität für Wanderer Mehr Bänke am Rundweg am Geiseltalsee?

Der Fachausschuss des Müchelner Stadtrates soll eine Empfehlung abgeben. Dafür muss zunächst der Ist-Zustand erfasst werden.

Von Anke Losack 30.04.2021, 14:55
'Geiseltalsee von der Westseite.
'Geiseltalsee von der Westseite. Foto: Roland Karge

Mücheln/Querfurt - Sollen am Rundweg um den Geiseltalsee in der Gemarkung Mücheln mehr Bänke aufgestellt werden? Manche Bürger meinen „Ja“ und haben sich mit diesem Anliegen an die Stadtverwaltung gewandt. Immer wieder würden Anfragen zu weiteren Sitzmöglichkeiten am Rundweg an die Stadt herangetragen, teilte Bürgermeister Andreas Marggraf (parteilos) jüngst den Mitglieder vom Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Ordnung, Soziales und Sport mit. Sie sollen nun eine Empfehlung über die Ausstattung des Rundwegs aussprechen.

Zertifizierung von Wanderwegen wird eine Route in Vier-Kilometer-Abschnitte unterteilt

Als Grundlage für die Beurteilung verweist der Bürgermeister auf den Deutschen Wanderverband. Mit „Wanderbares Deutschland“ habe dieser objektive Qualitätskriterien für Wandertouristische Angebote geschaffen. Laut Andreas Marggraf wird bei der Zertifizierung von Wanderwegen eine Route in Vier-Kilometer-Abschnitte unterteilt. Unter anderem seien da mindestens zwei Rastmöglichkeiten, zum Beispiel Bänke oder Hütten, vorgesehen, so der Bürgermeister und fügte an: „Die Stadt hat dies bisher sehr locker gehandhabt.“

Die Ausschussmitglieder stiegen in der jüngsten Sitzung erst einmal nur kurz in die Beratung zum Thema ein. Ohne zu wissen, wie der Ist-Zustand ist, war es auch schwer, darüber schon detailliert zu sprechen. Darum war die einhellige Meinung im Ausschuss, dass die Stadt eine Karte zur Verfügung stellen sollte, auf der erkennbar ist, wo momentan schon eine Bank steht und wie groß die Abstände zwischen den Sitzgelegenheiten sind. Darüber hinaus sollten auch die Kosten für eine Sitzbank dem Ausschuss mitgeteilt werden.

Stadt erhält durch Aktion „Mehr Bänke für Querfurt“ mehr Bänke

In Sachen Finanzierung der Bänke hatte die Ausschussvorsitzende Anna-Maria Wurzel (CDU/SPD-Fraktion) die Idee von Patenschaften. „Wenn man das öffentlich macht, spenden vielleicht viele eine Bank.“ Peggy Nöckel (Freie Wählergemeinschaft/Pro Mücheln/FDP) regte an, dazu Gespräche mit der Stadt Querfurt zu führen. Dort wird das Modell der Bankpatenschaften schon praktiziert.

In der Quernestadt läuft die Aktion „Mehr Bänke für Querfurt“ seit Anfang des Jahres 2019 sehr erfolgreich. Nach Angaben von Bürgermeister Andreas Nette (parteilos) konnten seither 25 Bänke im Stadtgebiet aufgestellt werden. An der Aktion beteiligen sich der Altertums- und Verkehrsverein Querfurt, die Stadt sowie Firmen und Privatpersonen organisatorisch oder finanziell. Sie entstand aus einem Schülerprojekt, das im Herbst 2018 am Gymnasium in Querfurt durchgeführt wurde. Die dort von Mädchen und Jungen in einer fiktiven Stadtratssitzung vorgebrachte Idee, mehr Bänke in der Stadt aufzustellen, wurde von Stadtverwaltung und Stadtrat aufgegriffen und in die Tat umgesetzt. (mz)