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Demografie Weniger junge Menschen in Sachsen-Anhalt können studieren

Wer studieren will, muss die Hochschulreife nachweisen. Doch die Zahl der Studienberechtigten sinkt. Woran liegt das?

Von dpa 26.02.2025, 10:46
Etwas mehr als 6.200 Schulabgänger hatten vergangenes Jahr die Berechtigung, eine Hochschule zu besuchen. (Symbolbild)
Etwas mehr als 6.200 Schulabgänger hatten vergangenes Jahr die Berechtigung, eine Hochschule zu besuchen. (Symbolbild) Alicia Windzio/dpa

Wiesbaden - Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt, die die Berechtigung für ein Hochschulstudium bekommen haben, ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, sank die Zahl der Studienberechtigten im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent. Insgesamt hatten 6.243 junge Menschen die Studienberechtigung bekommen. 

Mit Ausnahme des Jahres 2023 ist die Zahl der Hochschulberechtigten in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren immer leicht rückläufig gewesen. Im deutschlandweiten Vergleich ist der Rückgang in Sachsen-Anhalt dabei besonders stark ausgeprägt gewesen, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Mehr Schülerinnen erhalten die Hochschulreife

Das liege aber nicht daran, dass es weniger junge Menschen im entsprechenden Alter zwischen 17 und 19 Jahren gäbe. Diese Gruppe wuchs dem Amt zufolge bundesweit um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg sei aber „auf die Zuwanderung von Personen dieser Altersgruppe aus dem Ausland, unter anderem aus der Ukraine, zurückzuführen und schlägt sich nicht in einer wachsenden Zahl der Studienberechtigten nieder.“

Wie aus der Statistik ebenfalls hervorgeht, schaffen mehr junge Frauen die Hochschulreife als Männer. Der Frauenanteil an den Studienberechtigten lag in Sachsen-Anhalt bei 55 Prozent und entsprach damit in etwa dem bundesweiten Trend.