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Logistikriese Hoyer Chemiepark Schkopau: Logistikriese Hoyer erweitert seinen Umschlagplatz

29.04.2016, 13:00

Schkopau - Die Chemiebranche ist zwar etwas verschnupft, weshalb auch der Logistik-Riese Hoyer mit einem rückläufigen Ergebnis rechnet. Nichtsdestotrotz weihte der Konzern am Standort Schkopau am Donnerstag die nächste Ausbaustufe seines Umschlag-Terminals für Container ein. Es gewährleistet die Anbindung der großen deutschen See- und Binnenhäfen sowie des Hafens Rotterdam mittels Schiene und Straße und wickelt europaweite Verkehre, insbesondere in die Niederlande, Belgien und Italien, ab.

„Auch wenn alle von den Wachstumsmärkten in Asien sprechen, sollten wir das alte Europa und Amerika nicht abschreiben“, machte Konzernchef Thomas Hoyer Hoffnung auf eine volle Auslastung der neuen Anlage.

Die neun Millionen Euro teure Erweiterung war laut Standortleiter Ulrich Grätz zwingend nötig, arbeitete Hoyer im Herzen des Chemieparks doch hart an der Grenze. Angefangen hatte man demnach mit 20 000 umgeschlagenen Einheiten jedes Jahr, die mit der Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe vor elf Jahren auf stolze 65.000 ausgeweitet werden konnten. Mit dem zweiten, 370 Tonnen schweren Portalkran können nun 110.000 Überseecontainer jedes Jahr von dem weltweit agierenden Unternehmen bewegt werden.

Umschlagsgeschwindigkeit

„Mit der zweiten Ausbaustufe erhöhen wir die Umschlagsgeschwindigkeit und erhalten einen Vorteil für den Fall einer Störung“, sagte Ulrich Grätz, laut dem auch die Lagerkapazitäten vor Ort durch die Erweiterung erhöht werden konnten. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch die Kühlung von Containern vor Ort an. Auch Reparaturen seien möglich, wie es weiter hieß.

In der Region gibt es eigentlich genügend Terminals, meinte der Standortleiter. „Mit der Angebotspalette können wir aber so selbstbewusst sein, um zu sagen, dass wir mit jedem den Wettbewerb aufnehmen können.“ Grätz ging sogar weit, dass er von der dritten Ausbaustufe träumt: „Die könnten wir in zehn Jahren in Angriff nehmen.“ (mz/ram)