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Wave-Gotik-Treffen WGT 2018 in Leipzig: Das war das Wave-Gotik-Treffen

21.05.2018, 17:18
WGT 2018: Festivalbesucher auf der Gothic-Pogo-Party im Werk 2 in Leipzig.
WGT 2018: Festivalbesucher auf der Gothic-Pogo-Party im Werk 2 in Leipzig. imago stock&people

Leipzig - Viel Sonne für Liebhaber des Dunklen: Das Wave- Gotik-Treffen (WGT) in Leipzig hat sich auch bei seiner 27. Ausgabe zu Pfingsten als Magnet für schrille Zeitgenossen erwiesen. Nach Angaben der Veranstalter kamen seit Freitag bei bestem Wetter rund 21 000 zahlende Gäste zu dem Spektakel.

Das WGT gilt als eines der größten Treffen seiner Art und hat Fans in aller Welt. Sie kommen allerdings schon lange nicht mehr nur aus der „Schwarzen Szene“. Denn immer mehr Spielarten sorgen für bunte Farbtöne.

„Schwarz ist kein Dogma mehr“, brachte es Festivalsprecher Cornelius Brach am Pfingstmontag auf den Punkt. Dieser Trend zeichne sich schon seit einigen Jahren ab. Viele Gäste würden sich unterdessen auch in historisches Gewand kleiden oder ganz in Weiß erscheinen.

Das Auftreten der Gäste sei deutlich vielfältiger geworden. Nur in einem Punkt sieht Brach Konstanz: „Es war auch dieses Mal wieder superentspannt. Es gab keinerlei Rangeleien, die man schlichten musste. Die Grufties sind ihrem Ruf wieder einmal gerecht geworden.“

Als Höhepunkt erwies sich erneut das „Viktorianische Picknick“ im Clara-Zetkin-Park. WGT-Sprecher Brach ging davon aus, dass mit bis zu 8000 Besuchern ein Rekord aufgestellt wurde.

Bei dem Picknick hat die Leipziger Bevölkerung genau wie beim mittelalterlichen „Heidnischen Markt“ Gelegenheit zur Begegnung mit den Festivalbesuchern - ohne Eintritt zahlen zu müssen.

WGT 2018 in Leipzig: Ein Drittel der Besucher kommt inzwischen aus dem Ausland

Ein weiterer Grund für die hohe Anziehungskraft liegt nach Ansicht von Brach im internationalen Flair des Wave-Gotik-Treffens. Ein Drittel der Besucher komme inzwischen aus dem Ausland, selbst aus Ländern wie Argentinien, Mexiko oder den USA. Er selbst habe am Sonntag drei junge Männer aus Hongkong getroffen, die eigens für das WGT nach Leipzig gereist waren.

Im Mittelpunkt standen auch in diesem Jahr wieder Konzerte, zu denen sich rund 200 Künstler und Bands angesagt hatten. Ohnehin geht es bei WGT kulturvoll zu. Die Leipziger Museen gewähren WGT-Besuchern freien Eintritt.

Im Gewandhaus kann man Orgelklängen lauschen. Auch die Oper lädt ausdrücklich Besucher ein, die sonst nicht zum Standardpublikum gehören. Besonders beliebt sind Führungen auf Leipziger Friedhöfen. (dpa)