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Buchmesse auch im Literaturhaus Halle Verschlagenheit, List, Tücke!

Ilja Trojanow las im Literaturhaus Halle aus seinem „Buch der Macht“. Ungewöhnlich in seiner Struktur, hochaktuell im Inhalt.

Von Anja Falgowski Aktualisiert: 29.03.2025, 15:24
Ilja Trojanow las im halleschen Literaturhaus (Symbolbild).
Ilja Trojanow las im halleschen Literaturhaus (Symbolbild). (Foto: Imago/Gigler)

Halle/MZ - Ihren langen Schatten warf die Buchmesse auch auf Halle, ins Literaturhaus, das sich mit einem Wochenende daran beteiligte. Am Freitagabend war Ilja Trojanow zu Gast, Verfasser bekannter Romane wie „Weltensammler“ und „Macht und Widerstand“, von Reisereportagen und literarischer Essays. Im Literaturhaus nun ging es um sein aktuell erschienenes „Buch der Macht“ – ein in seiner Entstehung ungewöhnliches Werk, hat der Schriftsteller doch hier ein bulgarisches Epos von Stojan Michailowskis aus dem Jahr 1897, das aufgrund seiner Erzählstruktur –  fünfhebige Jamben! – nie auch nur in eine einzige Fremdsprache übersetzt werden konnte. Trojanow nun bildet das Großgedicht in osmanischer Tradition nach, entsprechend blumig in seiner Sprache, verblüffend jedoch in seiner Aktualität.