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Mansfeld-Südharz Mansfeld-Südharz: Gartenlaube brennt in Oberröblingen

Von RALF KANDEL 17.11.2012, 08:43

OBERRÖBLINGEN/MZ. - Zufall? Nein, an einen Zufall kann Thomas Klaube nicht mehr glauben. Am Freitagabend stand in Oberröblingen eine Gartenlaube in Flammen. Damit brannte es mittlerweile zum vierten Mal in den letzten sechs Wochen im Helme-Ort. Und das im 14-tägigen Rhythmus, und immer am Wochenende. Dreimal waren Stallungen auf dem ehemaligen LPG-Gelände betroffen, diesmal eben die Gartenlaube in der Bahnhofstraße des Ortes. Zufällig? "Es ist auf alle Fälle mehr als seltsam, dass es regelmäßig aller 14 Tage an Wochenenden in Oberröblingenbrennt", so der Sangerhäuser Stadtwehrleiter Klaube, der am Freitagabend als Einsatzleiter im Dienst war. Insgesamt waren 31 Feuerwehrleute aus Sangerhausen und Oberröblingen ab 22.45 Uhr im Einsatz, gegen zwei Uhr am frühen Samstagmorgen war der Einsatz beendet. Ebenfalls vor Ort war ein Notfall-Manager der Deutsche Bahn, da sich die brennende Laube in unmittelbarer Nähe der Bahnstrecke Sangerhausen - Erfurt befand, und laut Klaube auch die Polizei.

Wenn das Feuer auch gelöscht ist, abgeschlossen ist der Fall damit für die Oberröblinger Feuerwehrleute längst nicht. Denn auch sie wollen ganz und gar nicht an einen Zufall glauben, der ihnen nun regelmäßig Einsätze beschert. "Es wird langsam, aber sicher, belastend. Das ist einfach nur schlimm. Aller 14 Tage rücken wir aus. Diesmal war es ja eine Gartenlaube, da kommt vielleicht ein technischer Defekt in Frage. Aber, das wäre doch ein ziemlicher Zufall", sagt Heiko Brandl, Wehrleiter in Oberröblingen.

"Man macht sich schon seine Gedanken", stimmt ihm Feuerwehrmann Martin Rößler zu. Er findet es ebenfalls mehr als auffällig, dass es immer im zweiwöchigen Rhythmus brennt. "Und vor allem immer an abgelegenen Stellen. Dort, wo es nicht leicht ist, eine Wasserversorgung aufzubauen.

Der Glaube an den Zufall ist bei den Feuerwehrleuten jedenfalls längst vorbei. Und so wird der Einsatz vom Freitagabend ganz sicher in den nächsten Tagen Thema sein. Zu den Brandursachen gibt es derzeit noch keine Angaben.

In der Nacht zum Sonntag waren Klaube und seine Mitstreiter dann erneut im Einsatz. Gegen 3.30 Uhr brannte es in einem leerstehenden Gebäude am Töpfersberg. Hier war die Sangerhäuser Feuerwehr mit fünf Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften vor Ort. Nach einer Stunde war der Brand gelöscht, die Feuerwehrleute hatten ihre Ruhe. Bis zur nächsten Alarmierung.