Fundstücke nach der Karnevalsfeier
MARTINSRIETH/MZ. - Jedenfalls präsentieren die Martinsriether unter der Leitung von Altmeister Uwe Neidhold und seinen fünf Jungmeistern Sven Albat, Maik Enke, Bernhard Enke, Matthias Gerth und Andreas Vollmann wieder ein abwechslungsreiches und sehenswertes Programm.
Inzwischen haben sie darin ja auch Übung: Seit zwölf Jahren gibt es im Saal der "Gemeindeschänke" Faschingsveranstaltungen mit mehrstündigem Programm. Viele Akteure gehören schon seit Jahren zu den Programmgestaltern, die sich auch in dieser Session den Auftritt nicht nehmen lassen. Die mit sehenswerten Kostümen und mit Witz dargebrachten Beiträge lassen den Funken der guten Laune schnell auf das Publikum überspringen. Das beginnt schon beim "Ritter von Martinsrieth" alias Dieter Probst, der von so manchen Eigenarten der "alten Rittersleut", einst und jetzt, berichten kann. Natürlich ist auch Eberhard Krieger, seines Zeichens ehemaliges Gemeindeoberhaupt, wieder mit dabei.
Wenn er nicht gerade moderiert, dann tanzt er im Männerballett oder bringt als Heino Stimmung in den voll besetzten Saal. Natürlich lässt er es sich auch nicht nehmen, schunkelnd die Martinsriether Karnevalshymne zu singen. Mit einem gewissen Stolz sagt er den angereisten Gästen im Saal, dass "die hübschen Garde- und Tanzmädchen alle aus eigener Martinsriether Produktion" sind.
Selbst die jüngsten Martinsriether werden schon in das Programm integriert und zeigen als Cowboy-Tanzgruppe, dass ihnen Musik im Blut liegt. Gar nicht wegzudenken aus dem Programm ist das Männerballett. Das präsentiert sich in diesem Jahr zunächst als dreibeinige Offiziersgarde. Die Parade zum Radetzky-Marsch gefällt dem Publikum so sehr, dass es eine der vielen Zugaben an diesem Abend fordert.
Wenig später brillieren die Männer, teilweise als Damen verkleidet, mit einem "Bayerischen Tanz". Für ihre bereits zehnjährigen Aktivitäten wurden sie von den Jungmeistern mit den Ehrenorden ausgezeichnet. Als "Stammtischbrüder" geben Iris Albat und Regina Krieger einen Einblick in ihr alltägliches Leben. Echt überrascht stellen sie dabei fest, dass der vom Wirt verlangte Schnaps tatsächlich kein Wasser ist.
Wenig später zeigen die "Gebäudereiniger" Ata und Immi (Ute Gebhardt und Sabine Meister) die Fundstücke nach einer Karnevalsfeier in Martinsrieth. Dabei entdecken sie offenbar auch den "Sparstrumpf von Eberhard" und legen ganz zum Schluss einen mitreißenden "Dirty Dancing" aufs Parkett.
Natürlich war auch Werner Wolf, Altmeister des Fastnachtsvereins im Ruhestand, wieder mit von der Partie. Beim "Glockenspiel von Martinsrieth" stand er mit weiteren Akteuren auf der Bühne, als seine Frau Christel Wolf dazu sang. Alles soll nun nicht verraten werden, manches muss man selber sehen. Spätestens in der nächsten Session gibt es wieder die Gelegenheit dazu: Dann sollte man nicht, wie einst Nina Hagen, den "Farbfilm vergessen".