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Luftiger Ausblick bei Putz für großes Fest

Von Alexander Boos 10.06.2007, 19:55

Coswig/MZ. - "Wir wollen den Turm zum Stadtfest der Öffentlichkeit in einem guten Zustand präsentieren", so Gemeindekirchenrat Lutz-Dietrich Bethge, der in Vertretung von Pfarrer Stephan Grötzsch die "Leitung" der Reinigungsarbeiten innehat. Solche Reinigungsarbeiten müssten von Zeit zu Zeit durchgeführt werden, um "besonders die Ablagerungen an den steinernen Innenwänden zu beseitigen".

Am kommenden Wochenende wird die Elbestadt ihren 820. Geburtstag begehen und zu einem großen Fest einladen.

Der Turm muss also von oben nach unten gereinigt werden. Staubsauger, Putzlappen und Wassereimer säumen den Weg zur Turmspitze. Die Steinwände werden geputzt, die hinaufführenden Holztreppen gereinigt. Ein Teil des Treppenaufgangs wurde jüngst umgeschwenkt, um einen sichereren Turmaufstieg zu ermöglichen. Nach einem Aufstieg von etwa 25 Meter - an der alten, schweren Glocke vorbei - werden die kommenden Stadtfestbesucher den Ausstellungsraum betreten. Diese neue Räumlichkeit offenbarte sich bereits am Samstag frisch herausgeputzt. "Der Raum wurde speziell für das Jubiläum gewonnen", erklärt Bethge. Am Freitag wird es dort u. a. Informationen zur Landeskirche oder über das Biosphärenreservat geben. Auch eine Reliefkarte der Region wird gezeigt werden.

Vom Ausstellungsraum führt eine Treppe zum drübergelegenen, lichtgefluteten Meditationszimmer. Die im Rondell angelegten Fenster lassen das Tageslicht in den runden Raum, ein christlicher Spruch an den Wänden über die menschliche Teilhabe an der Schöpfung wird klar erkenntlich.

Nun ist es nicht mehr weit zur Austrittsebene. Dieser etwa 30 Meter hohe Aussichtspunkt verschafft einen atemberaubenden Überblick über die 820 Jahre alte Stadt Coswig. "Die bekannte Sichtachse direkt zum Wörlitzer Schloss ist deutlich von hier zu erkennen", kommentiert Bethge und zeigt in die Ferne .

"Wir freuen uns, bei der Reinigung des Turmes mitmachen zu können. Dieser Panaromablick muss erhalten bleiben", sagen die freiwilligen Helferinnen Juliane Wricke und Regina Tessars, beide Frauen sind im Gemeindekirchenrat aktiv.