Firmenbesuch in Großzöberitz Firmenbesuch in Großzöberitz: Bolschoi-Türen aus der Region

grosszöberitz - Die 50 Fahrräder, die neben großen und kleinen Lkw zum Fuhrpark gehören, sind das wichtigste Fortbewegungsmittel in den Hallen. 300 Meter lang und 40 Meter breit sind diese bei der Firma Teckentrup in Großzöberitz, die Türen und Tore produziert. Am Standort sitzt sie seit 1991 und ist die größte Niederlassung innerhalb des Unternehmensverbundes in Deutschland. Landrat Uwe Schulze (CDU) war am Mittwoch zur Stippvisite vor Ort und informierte sich über die Entwicklung sowie die künftigen Pläne der Firma.
Den Weg bis heute sieht Hartmut Wegener, der Technische Betriebsleiter, positiv. „Als 1991 Hans Teckentrup den Grundstein für die Niederlassung an der Autobahn 9 in Großzöberitz legte, wusste niemand, wie sich die Firma entwickeln würde“, blickt der Betriebsleiter zurück. Rund zehn Hektar, wurden gekauft. Und heute? Die Fläche ist fast komplett bebaut, eine Erweiterung zur Autobahn wäre nur noch auf etwa 40 Metern möglich. „Der Mut des Firmengründers hat sich gelohnt“, sagt Wegener. Man fertige inzwischen Türen und Tore, die europaweit und sogar bis nach Nigeria vertrieben werden. Auch die Türen des Moskauer Bolschoi-Theaters beispielsweise hat Teckentrup hergestellt. Pro Tag werden knapp 800 Türen produziert. Am Standort arbeiten derzeit insgesamt 240 Beschäftigte.
„Unser großes Plus ist die Flexibilität“, so Wegener. In kurzer Zeit könne man unterschiedliche Produktgrößen und -stärken herstellen. Ob Normaltür, Roll- und Sektionaltor oder standardgerechte Feuerschutz- und Sicherheitstüren. Der Computer passe alle Produktionsschritte an die gewünschten Anforderungen des Kunden an, alles andere geschehe wie von Geisterhand. In einer der Hallen steht eine Fertigungsstrecke von 170 Metern Länge: Handarbeit ist dort fast kein Thema mehr. Nur ab und zu sieht man noch einen Mitarbeiter mit einem Akkuschrauber, bei der Fertigung einer Tür oder bei der Kontrolle der einzelnen Maschinen. „In Sachen Brandschutz- und Sicherheitstüren erfüllen wir mit unserer Fertigung alle geforderten Normen. Auch besondere Anforderungen, die zum Beispiel in Schweden gestellt werden, können wir ohne weiteres auch absichern“, so Wegener. (mz)