Handball Handball: Titelanwärter bestraft jeden Fehler gnadenlos
GARBSEN/MZ. - "Trotzdem hat die Mannschaft eine ordentliche Leistung gezeigt", sah Heinrich die Partie. Immerhin lag der Gast nach 39 Minuten nur mit drei Toren hinten (22:19). Doch dann bestrafte Wacker praktisch jeden Fehler mit Kontern und zog auf 30:20 davon. Damit war das Spiel gelaufen. Die Rumpftruppe konnte nur noch Schadensbegrenzung betreiben.
Der HC 06 bleibt damit weiter Vorletzter. Schlusslicht ist der HV Lüneburg. Die Luft in der Regionalliga wird immer dünner. Zumal der Abstand zu einem einstelligen Tabellenplatz, der die Zugehörigkeit zur künftigen dritten Liga bedeutet, schon sechs Punkte beträgt. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu konstatieren, dass der HC schwierigen Zeiten entgegengeht.
Vom etatmäßigen Kader waren nur sechs Spielerinnen, darunter zwei Torhüterinnen, dabei. So musste Holger Heinrich auf die Bezirksliga-Truppe zurückgreifen. Mit Annett Braune (Tor), Stefanie Rähm, Marion Rieck, Maria Geipel, Mareike Fiedler und Isabell Kohn-Bolze gaben gleich mehrere Akteurinnen ihr Regionalliga-Debüt. Und der Trainer war mit ihrer Vorstellung durchaus zufrieden.
Der HC ging die Aufgabe gegen Osterwald ohne Illusionen an. Alles andere als ein Sieg der hoch favorisierten Gastgeberinnen wäre ein Riesenüberraschung. Und Wacker begann, sich der eigenen Mittel bewusst, mit schnellem Spiel und druckvoll. Doch die Gäste stemmten sich noch dagegen. Vor allem Josephine Mätz hielt mit mehreren guten Paraden ihr Team noch im Spiel. Auch Anne Pätzold machte in der Abwehr als Mittelblock ein gutes Spiel. Auch ihre neun Tore verdeutlichen ihre aufsteigende Formkurve. Was die Torausbeute betrifft, war das an diese Tag nur noch von Victoria Göpel, die elfmal traf, zu toppen. Doch das reichte nicht für den HC 06. Zur Pause führte Ostwald mit 18:14.
Die sich tapfer wehrenden Wildgänse konnten noch knapp zehn Minuten mithalten, dann sollte sich die Waage in Richtung Osterwald neigen. Denn nach besagter 39. Minute sorgten die Gastgeberinnen für klare Verhältnisse. Jeder Fehler wurde gnadenlos bestraft. Dem Tempo konnte Salzland, das vorher noch nie in dieser Formation zusammenspielte, nicht mehr Schritt halten. So wurde es doch noch eine deutliche Niederlage, die aber zu verkraften sein dürfte.
Salzland: Mätz, Tarczewska, Braune; Pätzold (9), Günther (1), Appelt (1), Rähm (1), Göpel (11), Rieck, Kohn-Bolze (1), Fiedler, Geipel (1).