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Fußball Fußball: Staßfurt geht mit einer ganz jungen Truppe ins Rennen

Von HELMUT WITTE 27.07.2009, 14:48

ASCHERSLEBEN/MZ. - Für die Mannschaften der Fußball-Landesliga liegt die Vorbereitungsphase für die Saison 2009 / 2010 in den letzten Zügen. Der Startschuss für die 36 Mannschaften, die zum ersten Mal in nur zwei Staffeln mit jeweils 18 Teams auf Punktejagd gehen, erfolgt bereits am kommenden Wochenende. Mit dem Schönebecker SC, dem Schönebecker SV, der TSG Calbe, dem Verbandsliga-Absteiger SV 09 Staßfurt und dem Landesklassen-Aufsteiger FSV Nienburg ist der Salzlandkreis mit fünf Mannschaften in der zweithöchsten Spielklasse Sachsen-Anhalts vertreten, die allesamt in der Staffel Nord den Punktspielbetrieb aufnehmen werden.

Die neu gebildete Staffel Nord setzt sich zusammen aus den acht verbliebenen Teams der ehemaligen Staffel Nord: Magdeburger SV Börde, Schönebecker SC, Blau-Weiß Gerwisch, VfB Ottersleben, Eintracht Salzwedel, Eintracht Mechau, Schönebecker SC und Schwarz-Weiß Bismark.

Von den acht Mannschaften aus der nicht mehr existenten Staffel Mitte wurden mit Germania Halberstadt II, Stahl Thale, der TSG Calbe und dem Quedlinburger SV nur vier Teams zugeordnet. Der FSV Hettstedt, Edelweiß Arnstedt, Germania Roßlau und Eintracht Elster wurden in die ebenfalls 18 Mannschaften umfassende neu geschaffene Staffel Süd eingegliedert.

In der Staffel Nord nehmen sechs Landesliga-Neulinge die Mammutsaison von 34 Spieltagen in Angriff. Neben Verbandsliga-Absteiger SV 09 Staßfurt sind dies die Landesklassen-Meister aus den Staffeln eins bis fünf: SSV Gardelegen (Staffel eins), SG Handwerk Magdeburg (Staffel zwei), Blankenburger FV (Staffel drei), FSV Barleben (Staffel vier) und der FSV Nienburg (Staffel fünf).

Mit dem Magdeburger SV Börde und der Oberliga-Reserve von Germania Halberstadt gehen in der Staffel Nord zwei Teams an den Start, die in der vergangenen Saison das Niveau an der Tabellenspitze mitbestimmten. Auch in der bevorstehenden Saison werden diesen beiden Teams allerbeste Titelchancen eingeräumt. Aber auch die spielstarken Mannschaften VfB Ottersleben, Blau-Weiß Gerwisch und Germania Roßlau werden möglicherweise bei der Titelvergabe ein ernstes Wort mitreden.

Für die fünf Salzlandvertreter dürften gute Mittelfeldplätze das Maß aller Dinge sein. Sollte es mehr werden, umso besser. Der SV 09 Staßfurt hat in seinen Vorbereitungsspielen mit sehr durchwachsenen Resultaten aufgewartet. Trotzdem gehen die 09er mit ihrer sehr jungen Mannschaft laut ihres Trainers René Schulze recht zuversichtlich an den Saisonstart. Mit Björn Kaczur, Christian Guntsch, Matthias Lieder, Patrick Burger und Thomas Stümpel haben fünf zum Teil gestandene Akteure den Verein verlassen. Ob die höherklassig unerfahrenen Marcus Petermann, Martin Ristau (beide Bode Löderburg), Stephan Pingel (Sachsen Leipzig) und Martin Herter (Egelner SV Germania) diese personelle Lücke schon schließen können, wäre zwar wünschenswert, ist aber dennoch recht fraglich. "Die Spieler sind satt von der Vorbereitung. Es wird Zeit, dass es losgeht", so 09-Trainer René Schulze.

Beim Salzlandkreispokalsieger Schönebecker SC hat sich das Personalkarussell gewaltig gedreht. Mit René Fleck (Fortuna Magdeburg), Nico Dürstel (1. FC Magdeburg II), Tobias Schmidt (Calbe), Ralf Kassuhn, Peter Westendorf (beide Karriereende), Marco Bittersmann (Gommern), David Meinecke (unbekannt) und Arne Habeney (Biere) haben acht Leistungsträger den Verein verlassen. Demgegenüber stehen mit Johannes Schliemann (Calbe), Patrick Appel, Tobias Buchholz, Stefan Schulz, Maik Adrian (alle Haldensleben), Enrico Klüter (Gerwisch) und Christoph Irmscher (Schönebecker SV) nun höherklassig erfahrene Neuzugänge im Aufgebot. Die Schönebecker haben sich in ihren Vorbereitungsspielen, einschließlich Sparkassen-Cup, recht ordentlich präsentiert. In der Ausscheidungsrunde um den DFB-Landespokal haben die Schönebecker beim Harz-Pokalsieger Germania Gernrode mit 6:1 gewonnen und damit die zweite Pokalrunde erreicht, in der sie bei Edelweiß Arnstedt Farbe bekennen müssen.

Die TSG Calbe ist schon über mehrere Jahre ein fester Bestandteil in der Landesliga. Im vergangenen Jahr spielte die TSG lange Zeit um den Titel, erst in der Schlussphase ging dann die Luft aus. Mit Tobias Schmidt vom Schönebecker SC melden die Calbenser nur einen Neuzugang. Johannes Schliemann (Schönebecker SC) und Nils Graichen (Atzendorf) haben der TSG den Rücken gekehrt. Neben Routinier Christian Harant geben mit Alexander Menz, Matthias Schubert, Tobias Plantikow oder Daniel Weißheim erfahrene Akteure den Ton an.

Auch beim Schönebecker SV, der nur mit Ach und Krach den Klassenerhalt realisieren konnte, hat sich die Personaldecke erheblich verändert. Mit Guido Möbius (Gommern), Christoph Irmscher (Schönebecker SC), Christian Schollasch, Michael Herzog (beide berufsbedingt), Sascha Sommer (MSV Böde II), Sebastian Durrhack, Holger Bartelt, Jens Basener und Mario Katte (alle Klein Mühlingen / Zens) haben nicht weniger als neun Leistungsträger dem Verein den Rücken gekehrt. Mit Peter Sauerbier (PSV Magdeburg) haben die Schönebecker einen neuen Trainer ins Boot geholt, der mit Konrad Jörß (Irxleben), Stefan Dudziak (MSV Börde), Andreas Günther und Robin Marschke (beide Hohendodeleben) vier Neuzugänge begrüßen konnte. Für die Schönebecker dürfte einzig und allein nur der Klassenerhalt zur Debatte stehen.

Der FSV Nienburg schaffte nach einem Jahr Unterbrechung den Wiederaufstieg in die Landesliga. Bis auf Benjamin Stahn (Schwarz-Gelb Bernburg) ist der Aufstiegskader zusammengeblieben. Mit Torsten Brinkmann (Neugattersleben) wurde ein neuer Trainer verpflichtet. Mit Torhüter Christian Zellmer (Askania Bernburg), Martin Freyberg (Staßfurt), Alexander Weilbeer (Latdorf) und Sebastian Trensinger (Förderstedt) meldeten die Nienburger vier Neuzugänge. Den in der Vorbereitungsphase mit beachtlichen Testspielergebnissen aufwartenden Nienburgern, die erst im Endspiel um den Sparkassen-Cup von Askania Bernburg gestoppt wurden, ist ein gutes Abschneiden auch in der Landesliga durchaus zuzutrauen.

Mit drei spannungsgeladenen Derbys wird die Saison am kommenden Freitag, jeweils 18 Uhr, eingeläutet. Im Salzlandderby stehen sich der SV 09 Staßfurt und der FSV Nienburg gegenüber, im Harzderby erwartet der Blankenburger FV den Quedlinburger SV und im Altmark-Derby ist der SSV Gardelegen Gastgeber von Eintracht Salzwedel. Die restlichen sechs Partien des ersten Spieltages gehen am Sonnabend, jeweils ab 15 Uhr, über die Bühne.