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Er soll Autobahnen verwalten  Er soll Autobahnen verwalten : Bund will Magdeburger Staatssekretär verpflichten

Von Hagen Eichler 09.12.2019, 21:00
Sebastian Putz soll vom Verkehrsministerium zur Autobahn GmbH wechseln.
Sebastian Putz soll vom Verkehrsministerium zur Autobahn GmbH wechseln. MLV

Magdeburg - Die Bundesregierung möchte den sachsen-anhaltischen Verkehrs-Staatssekretär Sebastian Putz (CDU) für die neugegründete Autobahn-GmbH verpflichten. Der 44-Jährige ist als Direktor der Niederlassung Ost mit Sitz in Halle vorgesehen. Das bundeseigene Unternehmen soll ab Januar 2021 die Autobahnen betreiben und erhalten, neue Strecken planen und bauen.

Putz ist promovierter Politikwissenschaftler und seit 2016 Staatssekretär unter Verkehrsminister Thomas Webel (CDU). Dessen Sprecher bestätigte  am Montag auf MZ-Nachfrage die Personalie. Wann der Spitzenbeamte wechselt, ist allerdings noch offen, sein Abgang steht nach MZ-Informationen nicht unmittelbar bevor. Auch soll es noch keinen ausverhandelten Arbeitsvertrag mit Putz geben, aber eine Interessenbekundung aus Berlin. Der gebürtige Magdeburger war federführend bei den Verhandlungen mit dem Umweltschutzverband BUND zur Nordverlängerung der Autobahn 14 durch die Altmark. Das jahrelang juristisch blockierte Teilstück wird derzeit gebaut.

Die Autobahn-GmbH soll künftig 15.000 Mitarbeiter haben. Die Niederlassung Ost in Halle wird die zweitgrößte in Deutschland und soll das Autobahnnetz in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen betreuen. Übergeordnete Behörde ist das ebenfalls neugegründete Fernstraßen-Bundesamt mit Sitz in Leipzig.

Sebastian Putz wäre schon der zweite Abgang aus der Landesregierung

Erst vor kurzem hatte der Bund Sachsen-Anhalts Innen-Staatssekretärin Tamara Zieschang (CDU) abgeworben. Seit Montag dieser Woche ist sie Staatssekretärin im Haus von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Der Wechsel löste eine schwere Krise in der CDU Sachsen-Anhalts aus, weil Innenminister Holger Stahlknecht seinen ursprünglichen Personalvorschlag, den Polizeigewerkschafter Rainer Wendt, nicht durchsetzen konnte. Der Posten im Innenministerium ist derzeit vakant. (mz)