Badminton Badminton: Die Favoritin lässt nichts anbrennen
Merseburg/MZ. - Sie war die große Favoritin und ist dieser Rolle in beeindruckender Form gerecht geworden. Julia Truhn vom VfB Merseburg räumte bei den Landesmeisterschaften im Badminton richtig ab. In allen Disziplinen in ihrer Altersklasse wurde sie Erste. Eine Gala in der eigenen Halle.
Um erfolgreich zu sein, muss man allerdings manchmal auch etwas Verrücktes ausprobieren. Im Mix mit Max Aehlig etwa vertauschten die beiden einfach mal die Rollen. Und das geht so. Normalerweise spielt der Mann im Mix hinten und die Frau beackert den Bereich vor dem Netz und geht nur in der Verteidigung auf eine Seite. Nicht so Truhn und Aehlig. Diese verwirrten ihre Gegner gehörig. Julia hat den hinteren Feldbereich abgedeckt und Max stand vorn am Netz. Die Masche hat gezogen. Julia konnte die Bälle aus dem hinteren Feld optimal verteilen. Max tat das Übrige und machte am Netz alles klar.
Spannend wurde das Finale gegen Dingethal / Kuse aus Staßfurt trotzdem. Die beiden Merseburger hatten zu Beginn Schwierigkeiten, ihre Gegner unter Druck zu setzen.
Den ersten Satz gewannen sie knapp, im zweiten bekamen die Gegner leichte Abstimmungsprobleme und das Mix des VfB konnte gut punkten. Mit 21:14 ging auch der zweite Satz an Julia Truhn und Max Aehlig, der Pokal war in Sack und Tüten. Die 15-Jährige machte im Doppel genau dort weiter. Mit Laura Surauf war sie dort eindeutig die Favoriten und dies zeigten sie von Anfang an. Zeitweilig spielten sie zwar zu locker, gewannen aber das Finale gegen Lücke / Kuse aus Nienburg / Staßfurt ) souverän. Auch im Einzel kam es wie es kommen musste. Julia traf auf ihre Doppel-Partnerin und lies ihr in zwei Sätzen keine Chance. Ein perfekter Tag.