MZ-Ferienspaß MZ-Ferienspaß: «Vorsicht, wir sprengen jetzt!»
Aken/MZ. - Wer nicht baden geht, sucht sich am Dienstag, zum MZ-Ferientag im Seebad Aken (Landkreis Anhalt-Bitterfeld), ein schattiges Plätzchen. Wie Gerhard Lübben. "Wir sind gerade in Hettstedt zu Besuch und Tim zuliebe hier. Für Kinder ist das fantastisch. Die können sich den ganzen Tag austoben."
Angebote gibt es reichlich. So dürfen sich die Mädchen und Jungen beispielsweise als Goldgräber versuchen. "Wir sind am Strand tatsächlich auf Gold gestoßen", verkündet Wolfgang Herz augenzwinkernd. Lauthals schickt er plötzlich alle von der sandigen Grabungsstelle fort. "Vorsicht", ruft er, "wir sprengen jetzt!" Sara Richter, die keine zwei Meter entfernt steht, befürchtet das Schlimmste. Sie hält sich die Ohren zu. Umsonst. Der Knall verpufft. "War gar nicht so laut", findet die Elfjährige.
Die jungen Goldgräber sind nicht zu bremsen. Jeder will im Seebad nach Gold schürfen. Doch Wolfgang Herz und Peter Schubert, beide Dauercamper am Akazienteich und gestern als Helfer dabei, lassen sich nicht täuschen. "Wir nehmen nur gewaschenes Gold", betonen sie. Unaufhörlich rinnt das klare Wasser aus der Pumpe über die Fundstücke im Sieb. Für zehn güldene gibt es ein Eis oder einmal Ponyreiten. Die Suche lohnt sich.
Zwischendurch suchen die rund 1 200 Gäste immer wieder die Abkühlung im See. "Das ist nicht unser erster Ferientag. Wir waren schon in der Köthener Badewelt", sagt Gisela Reichert. "Wir haben schließlich zwei Nixen dabei", lacht sie und zeigt auf Sophia, ihre Enkelin, und deren Freundin Vanessa. Die Dessauerin lobt das weitläufige Gelände. "Man findet ein sonniges Plätzchen, wer will auch ein schattiges. Also, ideal."
Selbst die, die sich bei hochsommerlichen Temperaturen nicht ausruhen möchten, haben ihren Spaß bei Sport und Spiel. Der TSV Elbe / Aken schickt Freiwillige zum Helfen und organisiert das gesamte Sportpaket am MZ-Ferientag. Der Dreikampf zum Beispiel findet viel Zuspruch. "Die Teilnehmer müssen zum Weitsprung, Kugelstoßen und Torwandschießen", erklärt Stefan Zutz, der in der ersten Männerschaft des Vereins kickt.
Zufrieden auch Joachim Nöske, Besitzer des Seebades. "Die Leute müssen gedacht haben, durch Aken verläuft neuerdings die Autobahn. Wir wurden förmlich überrollt. Ganz große klasse, was wir hier gemeinsam geschafft haben."
Für Rosemarie Schwaneberg aus Aken endet der Ausflug eher als ihr lieb ist. "Ich muss zur Arbeit", erzählt sie im Vorbeigehen. Doch den Kindern habe es gefallen. "Die Fassbrause war lecker", reibt sich der sechsjährige Jona den Bauch.