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Volleyball  Volleyball : Silber als Belohnung

Von Thomas Tominski 25.04.2016, 06:46
Der Wittenberger Angreifer Benjamin Schenke, hier beim Schmetterschlag, belegte in der Wertung „wertvollster Spieler“ Rang zwei.
Der Wittenberger Angreifer Benjamin Schenke, hier beim Schmetterschlag, belegte in der Wertung „wertvollster Spieler“ Rang zwei. Thomas Klitzsch

Wittenberg - Die Regionalliga-Volleyballer des MTV Wittenberg haben ihr großes Ziel erreicht. Beim Saisonfinale setzt sich das Team von Cheftrainer Ulf Jonas gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg überraschend deutlich und in nur 58 Minuten 3:0 (25:16, 25:16, 25:20) durch und sichert sich die Silbermedaille. „So richtig Spaß gemacht hat es nicht“, so Jonas, denn die Gegenwehr der Berliner sei erschreckend schwach gewesen. „Die Zuschauer hat es deshalb nie so richtig von den Sitzen gerissen“, so der 47-Jährige, der den Sieg zusammen mit seinen Schützlingen jedoch gebührend gefeiert hat. „Nach den vielen La-Ola-Wellen gab es für unsere Anhänger am Samstagabend im Foyer der Stadthalle Freibier“, so Jonas, der in der kommenden Saison auf Philipp Wolff (berufliche Gründe) verzichten muss. Weitere Signale aus der Mannschaft erwartet der Trainer diese Woche. „Jeder muss sich entscheiden, ob er weiter zum Team gehören will. Denn bis zum 1. Mai müssen wir die Anmeldung für die Regionalliga-Serie 2016/17 abgeben.“ Die offizielle Saison-Abschlussfeier mit der Silbermedaille um den Hals soll laut Jonas Ende Mai oder Anfang Juni über die Bühne gehen.

Vor dem ersten Ballwechsel zeichnen die Wittenberger ihren Betreuer Jens Becker aus. Dieser ist für den Internetauftritt des Teams verantwortlich und macht zudem Videos von den einzelnen Begegnungen. „So können wir uns besser auf den Gegner einstellen“, sagt Jonas. Als Lohn für seine umfangreichen Bemühungen hat Becker einen Ball mit den Unterschriften des Teams erhalten.

Prenzlauer Berg hält in der Anfangsphase des ersten Satzes gut mit (11:9). Erst als sich bei den Gästen die Fehler häufen, zieht der MTV davon (18:14). „Wir hatten alles zu 100 Prozent im Griff“, so der Coach rückblickend, der nichts riskiert und dem Stammsechser das Vertrauen schenkt.

Nach dem Wechsel bleibt alles beim Alten. Die Berliner fangen gut an (12:10, 15:13) und kommen Mitte des Durchgangs wieder aus dem Rhythmus. Christian Brückmann ebnet mit sehenswerten Sprungaufgaben den Weg in Richtung Silbermedaille. Mit dieser klaren 2:0-Satzführung ist den Gastgebern der zweite Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. Denn selbst im Fall einer 2:3-Niederlage erhalten sie den noch fehlenden Punkt. Doch so spannend wird es nicht mehr. Wittenberg hat im dritten Satz schnell die Nase vorn (13:9) und lässt sich nicht mehr von der Siegerstraße drängen. Jonas gibt jetzt Tim Becker im Zuspiel und Sebastian Kluge im Angriff die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. „Es war eine gute Mannschaftsleistung meiner Jungs“, meint der Chefcoach des Tabellenzweiten, der wie erwähnt auch ein bisschen enttäuscht ist, dass die Berliner so schwach aufgetreten sind. „Alle haben ein Spitzenspiel erwartet. Doch das war es nie.“ (mz)