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Volleyball Volleyball: Regionalligist MTV unterliegt Mitteldeutschland II

Von Thomas Tominski 24.01.2017, 07:44
Hart im Nehmen. Marcus Kralisch (links) und Mario Mollenhauer mussten auf der Position Außenangriff/Annahme komplett durchspielen.
Hart im Nehmen. Marcus Kralisch (links) und Mario Mollenhauer mussten auf der Position Außenangriff/Annahme komplett durchspielen. T. Klitzsch

Wittenberg - „Im fünften Satz ist meiner Mannschaft etwas die Kraft ausgegangen“, sagt Trainer Ulf Jonas nach der 2:3-Niederlage (22:25, 18:25, 26:24, 25:18, 12:15) beim CV Mitteldeutschland II und fügt an, dass nach dem verkorksten Start ein Punkt am Ende „ganz okay“ ist.

„Auf der Position Außenangriff/Annahme haben Mario Mollenhauer und Marcus Kralisch durchspielen müssen. Mit Sebastian Kluge im Team hätten wir die Partie gewonnen“, ist sich der Coach der MTV Wittenberg sicher.

Die ersten zwei Sätze ordnet der 48-Jährige in die Rubrik „alles schiefgelaufen“ ein. Die eigene Fehlerquote sei zu hoch gewesen, um dem Gegner Paroli bieten zu können. In brenzligen Situationen hat das Glück auf Seiten der Hausherren gestanden. „Aus jedem Netzroller ist ein Punkt geworden“, so Jonas, der nach dem 0:2-Satzrückstand seinen Jungs intensiv ins Gewissen redet.

Mit der Einwechslung von Daniel Graupner kommt Schwung in die Aktionen des MTV. Die Regionalliga-Volleyballer aus der Lutherstadt übernehmen in der Jahrhunderthalle von Spergau das Kommando und ziehen nach dem zwischenzeitlichen 9:9 auf 17:12 davon. „Auch wenn sich 26:24 knapp anhört“, so Jonas, „war es aus meiner Sicht eine deutliche Sache.“

Diesen Schwung nehmen die Wittenberger mit in den vierten Durchgang. Bis zum 7:7 hält Tabellennachbar Mitteldeutschland II mit, dann schlägt erneut die große Stunde von Angreifer Graupner. „Er hat fast das Spiel seines Lebens gemacht“, freut sich sein Trainer und fügt an, dass es auf dem Parkett ordentlich geknallt hat.

Der MTV geht 14:11 in Führung und nimmt nach dem 20:17 Kurs in Richtung Tie-Break. Aufgrund der zwei gewonnenen Durchgänge haben die Jonas-Schützlinge bereits einen Punkt in der Tasche.

Doch sie wollen mehr. „Bis zum 8:7 lief es prima“, erinnert sich der 48-Jährige, der nach dem Seitenwechsel registriert, dass seinen Jungs wie erwähnt die Puste ausgeht.

Die Bundesliga-Reserve nutzt diesen konditionellen Vorteil konsequent aus und dreht den Spieß wieder herum. Beim Stand von 12:9 wird Marcus Kralisch zweimal erfolgreich geblockt, den letzten Ball schlägt Graupner ins Aus. „Es hat nach 1:45 Stunden auch die geistige Frische gefehlt.“

Aufgrund des Punktgewinns hat der MTV Wittenberg seinen siebenten Tabellenplatz gefestigt. Mitteldeutschland II ist nun Sechster des Klassements. Einsam an der Spitze thront Aufsteiger SSV Gardelegen. Am Sonnabend um 18 Uhr stehen die Lutherstädter in der Stadthalle Schlusslicht Vorwärts Berlin II gegenüber. „Dieses Match müssen wir gewinnen“, sagt Jonas rigoros. (mz)