Leichtathletik Leichtathletik: Wellness beim 27. Lindaer Waldpokallauf
Linda/MZ. - Die 27. Auflage des Lindaer Waldpokallaufs war ein Tag der Joachims. Das Hoch "Joachim" sorgte für tropische Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke, und Joachim Fuchs gab mit der Pistole den Massenstart für die Aktiven frei. Daran ließ sich Fuchs auch an seinem 64. Geburtstag nicht hindern. Cheforganisator Joachim Schütze zeigte sich wie alle seine Mitstreiter sehr zufrieden über das gelungene Event. "Wir Lindaer sind an Wetterkapriolen gewöhnt. Voriges Jahr wären wir fast im Regen ersoffen, diesmal knallte eben die Sonne erbarmungslos", meinte er mit einem Lächeln auf den Lippen. Das Sportereignis wurde auch von zahlreichen Lindaern begeistert aufgenommen. Sie säumten die Streckenabschnitte oder jubelten vor ihren Gehöften sitzend oder stehend den Sportlern zu. Insgesamt 93 Läufer im Alter zwischen neun und 78 Jahren aus dem Landkreis Wittenberg, Elbe-Elster und sogar aus Niedersachsen nahmen daran teil.
Nasse Erfrischung
Cheforganisator Joachim Schütze konnte sich in diesem Jahr auch wieder auf seine freiwilligen Helfer verlassen. Die Strecke war gut vorbereitet, mehr als 30 Posten hatten die verschiedensten Stationen besetzt. Drei Wassertankstellen waren eingerichtet worden. Einer der "Schankwirte" war Steffen Hoffmann. Neben seinem Grundstück am Bahnhof hatte er sogar einen Gartenregner aufgestellt. Wer wollte, konnte darunter eine erfrischende Dusche genießen, bevor es weiter in die Heide ging.
Verschiedene Distanzen
Gestartet wurde in verschiedenen Altersklassen. Mehrere Distanzen standen zur Auswahl. Die Bambini als Läufernachwuchs wurden bereits nach einer 800 Meter langen Runde durch den Ort aus dem Rennen gewinkt. Die längste Distanz, zwei Runden über insgesamt 9,8 Kilometer durch Linda und die Heide, war schon eine echte Herausforderung. Der Waldpokallauf, dessen Höhepunkt vor Jahren die Olympische Nacht war - es wurde der neun Teilnehmer aus Linda gedacht, die am 1. August 1936 zu den Olympischen Sommerspielen zu einem Staffellauf mit der Fackel gen Berlin starteten - war 2006 nach 70 Jahren der Höhepunkt der traditionellen Waldpokalläufe. Ein großes Sportfest wurde aus diesem Anlass vor sechs Jahren in Linda ausgerichtet.
Obst zur Belohnung
Erschöpft, aber überglücklich erreichten die Teilnehmer schließlich das Ziel des 27. Waldpokallaufes. Dort gab es neben reichlich Wasser auch frisches Obst. 18 Kilogramm Bananen, 20 Kilo Äpfel und zwölf Kilo Melonen waren von Brigitte Otter, Kerstin Poppe, Gudrun Schmidt und Marina Geyer mundgerecht und frisch zubereitet worden. Gesponsert wurde das Obst von einem Supermarkt in Jessen. Als Moderator stand am Sonnabend Horst Richter aus Linda zur Verfügung, der seinen "Job" sehr professionell erledigte. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen wurde die Veranstaltung medizinisch durch das Deutsche Rote Kreuz Jessen abgesichert, das im Kreisverband Wittenberg integriert ist. Außer einem leichten Schwächeanfall bei einem Teilnehmer verlief der Pokallauf ohne Komplikationen.