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Handball Handball: Knabe folgt seinem Ex-Coach

17.12.2010, 19:18

WITTENBERG/MZ. - In den Handball-Ligen stehen am Wochenende noch verschiedene Nachholpartien auf dem Programm. Oberligist TuS Radis hat kurz vor dem Fest mit René Knape einen ehemaligen Regionalliga-Spieler des SV Grün-Weiß Wittenberg verpflichtet.

MITTELDEUTSCHE OBERLIGA

HSV Ronneburg - TuS 1947 Radis

Für ihren letzten Auftritt im Jahr 2010 müssen die TuS-Handballer auf Reisen gehen. Der Zielort heißt Ronneburg, eine ostthüringische Stadt in der Nähe von Gera. Nach dem klaren 36:28-Erfolg gegen Glinde sind Selbstvertrauen und Stimmung in der Radiser Mannschaft wieder gestiegen. Somit sieht man der heutigen Aufgabe optimistisch entgegen. Allerdings rollt mit dem aktuellen Tabellenfünften ein harter Brocken auf die Heidesieben zu. Die Ronneburger stellen mit erzielten 374 Treffern den derzeit drittbesten Angriff der Liga. Zwar kassierte TuS mit die wenigsten Gegentore, doch in der Fremde taten sich die Eckleben-Schützlinge eher schwer. Vielleicht gelingt ihnen ein ähnliches Husarenstück wie beim Auswärtserfolg in Wolfen. Dafür bedarf es jedoch einer ungefähr so konzentrierten und engagierten Leistung wie vor Wochenfrist.

Nach wie vor fehlen mit Raik Nathow und Christian Schmidt zwei wichtige Akteure. Der kurzfristig verpflichtete Neuzugang René Knabe (TSG Wittenberg) könnte seinen ersten Auftritt im Radiser Trikot haben. Erfahrungen sammelte der 32-Jährige auch als ehemaliger Regionalliga-Spieler des SV Grün-Weiß Wittenberg. Thomas Eckleben war damals sein Coach. In der bisherigen Saison war Knabe erfolgreichster Torschütze bei Verbandsligist TSG und darüber hinaus ein Fels in der Brandung des Abwehrbereiches.

Das TuS-Septett wird auch in Ronneburg von seinen treuen Anhängern unterstützt, die bereits einen Fanbus für die Fahrt gechartert haben. (Sonnabend, 19 Uhr)

SACHSEN-ANHALT-LIGA MÄNNER

SG Spergau - Jessener SV 53

Für Sachsen-Anhalt-Ligist Jessener SV 53 steht ebenfalls das letzte Match des Jahres auf dem Programm. Das Team von Coach Manfred Breu reist zum Tabellenvierten SG Spergau. Die Sieben aus dem Chemie-Dreieck zeigte sich in ihrem dritten Oberligajahr bislang recht launisch und überraschte mit unterschiedlichsten Auftritten.

Dabei fällt auf, dass die Mannschaft von Trainer Jens Münchhausen trotz sehr gut besetztem Kader selten eine wirklich optimale Leistung ablieferte. Auch die Heimbilanz ist recht durchwachsen. Kantersiegen gegen Wernigerode (8.) und Seehausen (12.) sowie ein achtbares Remis gegen den aktuellen Tabellendritten BSV Magdeburg stehen ein äußerst schmeichelhafter 22:21-Erfolg gegen Langenweddingen (7.) und eine Schlappe gegen Haldensleben (9.) gegenüber. Für die Jessener kann es in der Nachholpartie des vierten Spieltages eigentlich nur heißen: einen Auswärtserfolg einfahren. Die Offensive der Elsterstädter wird Alexander Schäde verstärken. Dieser ist im Rückraum und bei Tempogegenstößen sehr gefährlich. Wenn es den Elsterstädtern (11.) zudem gelingt, in der Defensive zu alter Stärke zu finden, liegt das Weihnachtsgeschenk zwei Punkte bereit. Dies sieht auch Breu so: "In den letzten beiden Jahren haben wir in der Jahrhunderthalle 25:25 gespielt und mussten eine 26:28-Niederlage einstecken, obwohl wir couragiert in Spergau agierten. Wir müssen jetzt die Lücke zum breiten Mittelfeld schließen. Die Qualität dazu haben meine Burschen." (Sonnabend, 17.30 Uhr)

ANHALTLIGA FRAUEN

Jessener SV 53 - HBC Wittenberg

Der Tabellenzweite HBC (12:0 Punkte) trifft im Kreisderby auf Gastgeber Jessen (3., 12:4). Vor vier Wochen stellten sich die Elsterstädterinnen in der Wittenberger Stadthalle vor und verloren 17:33. Trotz dieser deutlichen Niederlage zeigten die JSV-Mädels spielerisch eine starke Leistung. Die von Jens Bertuleit trainierten Gäste wollen aber ihre makellose Bilanz verteidigen und zwei weitere Pluszähler mit nach Hause nehmen. Mit Anne Otto und Abwehrchefin Kerstin Bucher stoßen wieder zwei Routiniers zur grün-weißen Mannschaft. Es gilt, den Jessener Rückraum per konzentrierter Abwehrarbeit in den Griff zu bekommen. Die selbstbewusste Bertuleit-Truppe will ein schnelles Umkehrspiel aufziehen und den Gegner unter Druck setzen. Nicht mit von der Partie werden Judith Heide und Katharina Busch sein. Am Abend steht die erste Weihnachtsfeier des noch jungen Vereins, der sich im Frühjahr 2010 gründete, auf dem Programm. Der Tabellenzweite würde sich über eine zahlreiche Unterstützung der Fans beim Auftritt in Jessen freuen. (Sonnabend, 15 Uhr)