Ringen Ringen: Thiele ist nicht zu stoppen

Eisleben - Erik Thiele vom KAV Mansfelder Land ist Deutscher Meister im Freien Ringkampf der Junioren in der Gewichtsklasse bis 96 Kilogramm. Der wahrscheinlich beste deutsche Nachwuchsringer, Sohn von Sven Thiele, Bundestrainer der Männer, sicherte sich den Titel im hessischen Hösbach mit vier vorzeitigen Siegen durch Technische Überlegenheit. Platz vier für Dominik Klann (120 Kilo) und Rang 17 unter 30 Startern in seiner Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm durch Dima Blayvas runden die gute Bilanz ab. Für Klann und Blayvas war die Meisterschaft der Junioren indes eine Art Vorbereitungswettkampf. Denn beide sind noch Kadetten und starten in drei Wochen bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend A, wo ihre Chancen auf vordere Platzierungen ungleich größer sind als am Wochenende.
Erwartungen vollends erfüllt
Thiele dagegen wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Der Junior wird als Kandidat für Olympia 2016 in Rio de Janeiro gehandelt und zeigte in Hösbach, warum das so ist. Jeweils 10:0 gegen Manuel Cara (RV Haibach) sowie Richard Krimmer (SpVgg Freising), 12:2 gegen Benedikt Haas (KSV Köllerbach) sowie 11:0 gegen Justin James vom TKSV Duisdorf lauteten seine Ergebnisse. „Das war eine absolut souveräne Vorstellung“, so Andreas Kraus, sportlicher Leiter des KAV Mansfelder Land. Dass Thiele nun für die Eisleber ringt, hängt laut Kraus damit zusammen, dass er es selbst wollte und dass ihn seiner Vater in dieser Entscheidung bestärkt hat. Denn in der Lutherstadt bieten sich ihm in Hinblick auf Olympia 2016 noch zahlreiche Einsatzmöglichkeiten in der 1. Bundesliga gegen namhafte Konkurrenz aus aller Herren Länder.
Dominik Klann dagegen zahlte noch Lehrgeld. Gegen die „echten Junioren“ Marcel Böhme (RV Thalheim), Felix Krafft (TuS Adelhausen) sowie Aslan Mahmudov vom AC Potsdam zog er mehr oder weniger deutlich den Kürzeren. „Da hat er dann doch gemerkt, was zwei Jahre Altersunterschied, gleichzeitig also auch mehr Erfahrung und Kraft ausmachen“, so Kraus dazu.
Blayvas in seinem Feld chancenlos
Ungleich größer als in den oberen Klassen war das Feld in der Kategorie bis 74 Kilogramm. 30 Starter gingen hier auf die Matte. Eine vordere Platzierung für Kadett Dimitri Blayvas gehörte somit schon vorab ins Reich der Fantasie. Gegen den späteren Viertelfinalisten Benedikt Argstatter vom SC Anger aus Beyern ereilte ihn das frühe Aus. Bester Sachsen-Anhalter in dieser Gewichtsklasse war Kevin Lucht vom RSV Stendal. Lucht ist auch in Eisleben kein Unbekannter. Die nächsten Chancen für Klann und Blayvas gibt es vom 17. bis 19. April bei der Deutschen Meisterschaft der Jugend A in Laubenheim. Klann tritt dort als Titelverteidiger in der Klasse bis 100 Kilo an, Blayvas ringt bis 69. Nicht mit dabei sein wird wohl Matthias Neumann wegen Formschwäche. (mz)