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Kegeln Kegeln: Einfach nur deprimierend

24.10.2011, 15:03

SANGERHAUSEN/MZ. - Am Ende blieb nur Frust. Mit 2 562:2 769 kamen die Keglerinnen des VfB Sangerhausen beim Punktspiel der 2. Bundesliga beim SKC Kempten unter die Räder. "Es war einfach nur deprimierend", so das Resümee von Mannschaftsleiterin Andrea Predatsch nach dem Debakel.

Dabei reiste das Team aus der Rosenstadt extra einen Tag früher ins Allgäu, um beim Spiel am Sonntag auf die Minute topfit zu sein. Genutzt hat es nichts, die Gastgeberinnen ließen den VfB-Keglerinnen nicht den Hauch einer Chance. Während Kempten Dank des Erfolges die Tabellenführung festigte, bleibt das Sextett aus Sangerhausen weiter im Tabellenkeller.

Maria Handschke vom VfB begann sehr verhalten und zeigte ungewohnte Schwächen beim Spiel in die Vollen. Das nutzte ihre Kontrahentin Manuela Thuy aus und zog Wurf um Wurf davon. Trotz einer Steigerung auf der zweiten Bahn konnte die Sangerhäuserin einen Rückstand nicht verhindern. Mit 440 Punkten musste sie ihre Kontrahentin, die 463 Kegel erspielte, ziehen lassen.

Ihren ersten Einsatz im Bundesliga-Team hatte Cassandra Schöpp. Sie schaffte es nicht, die Nervosität abzulegen und musste sich mit 392 Kegeln ihrer Gegenspielerin Sonja Gschwind, sie erreichte 450 Punkte, geschlagen geben.

81 Kegel Rückstand waren ein harter Brocken für Birgit Klein und Claudia Beyer, die für den VfB Sangerhausen im Mittelpaar auf der Bahn standen. Birgit Klein erwischte dabei einen Start nach Maß. Sie legte ein Feuerwerk auf die Bahn. Jedoch mit dem ersten Wurf in den Abräumern erlosch das Feuer. Es lief nichts mehr zusammen, und so beendete sie ihr Spiel mit 422 Kegel. Heidemarie Reich nutzte die Chance, und zog mit ausgezeichneten 475 Kegeln davon.

Auch auf den Nachbarbahnen sah es zunächst gut für Sangerhausen aus, doch auch hier wendete sich das Blatt schnell. 407 Kegel für Claudia Beyer reichten nicht, um an Christine Friedlein mit guten 436 Kegeln dran zu bleiben. Der Vorsprung der Gastgeberinnen war damit schon auf 163 Kegel angewachsen.

Carla Keßler-Regel haderte mit ihrem Spiel in den Abräumern. Mit 428 Kegel konnte sie sich nicht gegen sehr gute 449 Kegel von Monika Höß durchsetzen. Auf den anderen Bahnen entfachte sich ein spannendes Duell. Andrea Predatsch (VfB) und Silvia Keßler boten hervorragenden Kegelsport. Am Ende, nach einem spannenden Zweikampf, hatte Silvia Keßler mit ausgezeichneten 496 Kegel die Nase vorn. Aber auch Predatsch brauchte sich mit 473 Kegeln nicht verstecken und erntete ebenfalls viel Beifall von den Zuschauern. An der deutlichen Niederlage des Sangerhäuser Sextetts änderte das allerdings nichts.

"Wir haben erneut 150 Kegel im Abräumen verschenkt und viel zu viele Fehlwürfe gemacht. Es muss uns bald gelingen, unsere eigentlichen Stärken auszuspielen um zu punkten", lautete am Ende das Fazit von Mannschaftsleiterin Andrea Predatsch.