Hallenhockey-Bundesliga Hallenhockey-Bundesliga: Heimhalle wird zur Festung
OSTERNIENBURG/MZ. - Die bisherige Bilanz der OHC-Teams vor heimischem Publikum: drei Siege aus vier Spielen. "Wir sind zu Hause schon eine Macht. Da muss man erst mal gegen uns gewinnen", meint Roland Stefaniak, Mannschaftsbetreuer der Osternienburger Damen.
Nach dem beeindruckenden Auftakterfolg gegen die Zehlendorfer Wespen am ersten Spieltag stellten die OHC-Damen diese Aussage auch im zweiten Heimspiel der Hallensaison unter Beweis. Die Mannschaft von Trainer Matthias Schmidt gewann vor 150 begeisterten Zuschauern verdient mit 3:1 gegen Blau-Weiß Berlin. Bereits nach zwei gespielten Minuten ging der Aufsteiger durch eine erfolgreich ausgeführte Ecke von Tina Mourek in Führung.
In der Folge entwickelte sich eine eher defensiv geprägte Begegnung. Berlin hoffte auf erfolgreiche Konter, Osternienburg verwaltete den Vorsprung bis zur Pause. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff traf dann erneut Tina Mourek zum 2:0. In der 48. Minute erhöhte die 22-Jährige die Führung schließlich nach einer Ecke auf 3:0. Den Gästen aus der Bundeshauptstadt blieb nur noch der Ehrentreffer. Für die OHC-Damen eine rundum gelungene Partie. Eigentlich, wäre da nicht die Verletzung von Jenny Dolge, die kurz vor Spielende unglücklich umknickte. "Sie wird voraussichtlich für den Rest der Hallensaison ausfallen", befürchtet Matthias Schmidt. Ein herber Rückschlag, der starke Auftritt vor heimischem Publikum stimmt ihn dennoch positiv: "Wir nutzen diesen Vorteil bisher wirklich konsequent aus."
Das gelang am Sonnabend auch der Osternienburger Herrenmannschaft, die sich deutlich mit 11:5 gegen Blau-Weiß Berlin durchsetzen und den ersten Heimerfolg bejubeln konnten. Schnell lagen die Gastgeber mit 3:0 in Front, ließen sich auch von zwei folgenden Gegentreffern nicht verunsichern - zur Halbzeit führte der OHC mit 5:2. "Eigentlich war der Sieg nie wirklich gefährdet", erklärt Trainer Andreas Dolge, "wir haben immer wieder nachgelegt."
Die daraus resultierende Sechs-Tore-Führung war das verdiente Ergebnis einer souveränen Leistung, die es am Sonntag gegen 1. Bundesliga-Aufsteiger Mariendorf zu bestätigen galt. Und zunächst sah alles nach einem erneuten Erfolg der Osternienburger aus: Die Gäste führten nach einer Viertelstunde bereits mit 4:0. Doch Mariendorf verkürzte den Rückstand rasch, lag zur Pause beim Stand von 6:5 aus Sicht des OHC lediglich mit einem Tor zurück und erzielte Mitte der zweiten Hälfte schließlich den 6:6-Ausgleich. Gleichzeitig der Endstand, denn: "Das war dann ein typisches Unentschieden-Spiel", blickt Dolge zurück. Der OHC ließ zwei hundertprozentige Torchancen ungenutzt, musste sich mit der Punkteteilung begnügen. Doch nach vier gesammelten Punkten fällt das Fazit des Spieltages dennoch positiv aus. "Im Endeffekt sind wir damit sehr zufrieden", resümiert Andreas Dolge.
Die OHC-Damen mussten sich dem ATV Leipzig in der zweiten Begegnung des Wochenendes dagegen mit 3:6 geschlagen. Beim 5:1-Halbzeitstand schien die Partie bereits entschieden. Tatsächlich konnte der OHC den Rückstand vor rund 80 Zuschauern in Leipzig nur noch verkürzen. "Hätten wir die erste Halbzeit nicht verschlafen, wäre ein Punkt drin gewesen", so Schmidt. Von Trübsaal ist dennoch keine Spur. Denn nach zwei Spieltagen, mit zwei Erfolgen in der Ernst-Messinger-Halle steht der Aufsteiger auf dem dritten Tabellenplatz der 1. Bundesliga Gruppe Ost - ein echter Heimvorteil.