Fußball-Kreisoberliga Fußball-Kreisoberliga: An der Spitze wird es eng
bitterfeld/MZ/hb. - Fünf fehlende Stammspieler sollten dem Guten dann doch ein wenig zu viel sein. Auf diese Handvoll musste Carsten Schröter verzichten. Sie alle weilten beim Junggesellenabschied eines Freundes. In der Konsequenz kostete dies der zweiten Vertretung der SG Rot-Weiß Thalheim am Samstag daheim beim 1:4 gegen den SV Edderitz die Punkte.
Dass die Tore von André Ochmann (14.), Marek Mennicke (16.) und Florian Scheller bei einem Eigentor von Thalheims Michael Krause (21.) sowie der Ergebniskosmetik von Thalheims Tobias Grune für den SVE bei vier ausstehenden Sonntagsspielen für die Tabellenspitze reichen sollten, konnte beim Team um Trainer Peter Franczak niemand ahnen.
Kein Nutzen aus Remis
Das torlose 0:0 zwischen Hertha Osternienburg und Borussia Görzig nutzt in beider derzeitiger Verfassung keinem so richtig. Während in Friedersdorf personell an allen Ecken und Enden verschoben wird, um zwei Herrenteams für das Wochenende salonfähig zu machen, reichte ein frühes Tor von Stefan Krause 6.), um der zweiten Mannschaft des SVF drei Punkte gegen ein bis dato starkes Schortewitz zu bescheren.
"Wir wussten, dass den Schortewitzern mit dem gesperrten Steven Wunderlich einer ihrer wichtigsten Bausteine fehlte", sagte Friedersdorfs Urgestein Jürgen Hartmann. Pouch-Rösas Steven Wittek entdeckte beim 2:0-Auswärtssieg in Quellendorf das Toreschießen wieder und traf doppelt (80., 90.).
Der Sonntag sollte es ebenfalls in sich haben. Ein zu Saisonbeginn bärenstarker und zuletzt leicht schwächelnder SV Roitzsch ging am Sonntag als Sieger im Derby beim Holzweißiger SV hervor. Dabei brachte Daniel Winterle den Gastgeber zuvor vom Elfmeterpunkt in Front (1:0 / 39.). Roitzschs Max Langenberger gelang kurz nach dem Seitenwechsel der Ausgleich.
Marcel Sporbert avancierte mit seinem späten Treffer zum 1:2 vor immerhin 170 Zuschauern zum Matchwinner (89.). "Im Endeffekt nicht unverdient, schien Roitzsch doch irgendwie mit mehr Willenskraft ausgestattet", glaubte Frank Karbaum. Doch so richtig konnte sich der Holzweißiger Trainer noch nicht damit abfinden, besaß doch Sebastian Trümpelmann im direkten Spielzug davor die große Chance zum Sieg. Sein Heber vom Strafraum ging über den Roitzscher Torwart René Krüger hinweg und an dessen Gehäuse vorbei.
Petersroda dreht Partie
Petersroda drehte die Partie gegen Aufsteiger Zörbig durch Tore von Felix Zschieschang (37.) und Max Hendel (48.), während der ZFC zuvor durch Kevin Heyne bereits in Front lag (28.). Auch Brehna sammelte beim 4:1 gegen den SV Wulfen drei wichtige Zähler, um nicht völlig in der Versenkung zu verschwinden. Ein 0:1 in der 30., der Ausgleich in der 60. Minute - in Aken schien für die Mission "Attacke auf die Tabellenspitze" nach einer gespielten Stunde wieder alles im Lot.
Florian Hoppes Ausgleich sollte nach der Führung von Gölzaus Robert Winkler dann aber der einzige Grund zum Jubeln im Elbesportpark bleiben. "Wir hatten das Spiel eigentlich auch schon vor dem Ausgleich unter Kontrolle", sagte Gölzaus Trainer Jan Blödtner.
"Akens Ausgleichstreffer entsprang selbst einer kuriosen und missverständlichen Freistoßsituation", so Blödtner, der Torsten Eichelbaums Volley sich mit Aufsetzer hinter TSV-Torwart Sebastian Herrmann senken sah (1:2 / 69.). Blödtner erkannte aber auch mit dem Fehlen von Belger und Endert die veränderte Personallage beim Gastgeber, welchen sein Team zuletzt doppelt zum Endstand von 1:4 auskonterte.