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Holiday-Soccer-Camp in Zeitz Holiday-Soccer-Camp in Zeitz: Chile holt sich WM-Titel

Von Joachim Beyer 25.07.2014, 19:33
Kinder und Eltern starten zum Ausmarsch im Puschendorfstadion mit den Fahnen der teilnehmenden Länder.
Kinder und Eltern starten zum Ausmarsch im Puschendorfstadion mit den Fahnen der teilnehmenden Länder. Hartmut Krimmer Lizenz

Zeitz/MZ - Beim Abschluss des zweiten Fußballcamps Holiday Soccer im Zeitzer Puschendorfstadion kam am fünften und letzten Lehrgangstag noch einmal Fußball-WM-Atmosphäre auf. Es fand die Eltern-Kids-WM statt. „Die Stimmung und Disziplin waren großartig“, freute sich David Reich vom veranstaltenden Team. Das Niveau sei gut gewesen, da viele Kinder und Jugendliche schon länger Fußball aktiv bestreiten. Bei der Vorstellung der Mannschaft wurden alle 16 Nationalhymnen der nominierten Ländern gespielt, man zog mit der Landesfahne ins Stadion ein. Das ging selbst den Zuschauern unter die Haut. Unter 16 Mannschaften, die sich gebildet hatten, gab es ein Turnier voller Spannung und Emotionen. Chile setzte sich im Endspiel gegen Italien nach dramatischem Neunmeterschießen durch. Nicht unverdient, die Chilenen kassierten erst mit dem Schlusspfiff den Ausgleich. Thomas Großer, der mit dem zehnjährigen Sohn Florian auf dem Kleinfeld stand, bereitete mit einer sauber geschlagenen Ecke den Endstand zum 2:2 vor. Für die Mittelamerikaner hatte der überragende Torjäger Luca Säuberlich, der mit seinem Vater Thomas (beide 1. FC Zeitz) im Team stand, zwei Tore erzielt. In der Verlängerung hatten die Chilenen die besseren Nerven und gewannen insgesamt mit 6:5.

Deutschland kam nicht über die Gruppenphase hinaus, nur gut, dass dies vor wenigen Wochen anders war. Dabei war das Team namentlich von den Erwachsenen her gut besetzt. Andreas Neupert spielte im Nachwuchs in der Landesauswahl. Der 28-Jährige konnte aber seine Laufbahn durch Verletzung nicht lange fortsetzen. Die Spielregeln hatten zudem einen Haken. Die Väter durften keine Tore schießen und nicht das Tor hüten. So hatte Deutschland mit Kapitän und Fahnenträger Nick Neugebauer, der beim Heuckewalder SV bei den E-Junioren kickt, nur einen, der das Tor treffen durfte. Nach der Auftaktniederlage mussten die Erwachsenen die Tränen des kleinen Spielers trocknen. „Deutschland ausgeschieden. Aber nur gut, dass es nicht im richtigen Fußballleben geschah“, sagte Neupert, dessen fünfjähriger Sohn zuschaute. Auch eine Jugendliche zeigte sich etwas enttäuscht. Die 14-jährige Alina Peters, Fahnenträgerin und Spielerin Brasiliens, konnte das enttäuschende Abschneiden der Südamerikaner bei der WM im eigenen Land nicht wettmachen. „Wir waren nicht gut drauf“, sagte die Spielerin der C-Junioren vom SV Spora.

„Bei uns sind alle Jungen und Mädchen willkommen, ob guter Vereinsspieler oder erst Fußballanfänger. Der Spaß steht im Vordergrund. Es soll sich auch bei denen Freude am Fußball entwickeln, die noch nicht organisiert spielen.“ Das sagte Bach, der bei den Männern von Chemie Leipzig spielt. Enttäuscht war aber bei der Siegerehrung keiner. Jeder bekam einen Erinnerungspokal, der einen Platz im eigenen Zimmer erhalten sollte.