Handball Sachsen-Anhalt-Liga Handball Sachsen-Anhalt-Liga: Ball bleibt beim WHV vorerst außen vor

Weißenfels - Am 1. Mai haben die Handballer des Weißenfelser HV nach einem 46:16-Kantersieg gegen Fichte Erdeborn den Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga perfekt gemacht. Da haben die Sektkorken geknallt. Nach mehr als zwei Monaten ist vielleicht die Partystimmung etwas verflogen, aber die Saalestädter werden mit großer Euphorie die kommende Saison angehen, deren Vorbereitung seit Dienstag läuft.
„Die Sachsen-Anhalt-Liga ist eine sehr reizvolle Spielklasse. Da warten auf uns schwere Brocken. Aus der Mitteldeutschen Oberliga ist die TSG Calbe abgestiegen. Landesmeister Oebisfelde verzichtete freiwillig auf den Aufstieg in die vierte Liga. Auch die SG Kühnau und der SV Langenweddingen gehörten vergangene Saison zu den Topteams“, kennt sich WHV-Trainer Francis Kaminsky in der neuen Spielklasse schon sehr gut aus.
Am Gesicht der Weißenfelser Mannschaft hat sich in den vergangenen zwei Monaten jedoch kaum etwas verändert. Als einziger Abgang für die kommende Saison steht Franz Beutekamp fest, der für ein Jahr in den USA arbeitet und lebt. Neuzugänge kommen bisher nur aus dem eigenen Verein. „Ich habe Lucas Haucke, Marco Westphal und Clemens Weidner aus unserer zweiten Mannschaft in die Erste hochgezogen. Es ist die Philosophie des WHV, auf eigene Leute zu setzen“, sagte der in Halle lebende Kaminsky, der jedoch über den einen oder anderen Neuzugang nicht böse wäre. „Ganz ohne Legionäre wird es schwer, unsere Saisonziele zu verwirklichen. Aber wir haben leider noch keinen gefunden. Es ist auch nicht so einfach, Leute nach Weißenfels zum Handball spielen zu holen.“
Apropos Handball spielen, auf das runde Leder müssen die Aufstiegshelden noch eine Weile verzichten. Erst einmal wird Coach Kaminsky auf die Grundlagen-Ausdauer, auf Koordinationsübungen und Einheiten im Kraftraum großen Wert legen. Auch bei der ersten Einheit im Weißenfelser Stadtpark stand zunächst einmal das Laufen im Vordergrund. „Der Ball kommt erst in drei Wochen ins Spiel“, so Kaminsky, der zunächst zwei Einheiten in der Woche angesetzt hat und später das Pensum auf drei Einheiten steigern wird.
Die ersten Testspiele und Turnier-Teilnahmen sind erst für den August geplant. Deswegen steht der Sommerfahrplan des WHV bisher auch noch nicht ganz fest. „Die Wochenenden sind in diesem Monat auf alle Fälle ausgebucht, damit wir wieder unseren Rhythmus finden. Wir werden auch Testspiele in Weißenfels bestreiten“, so der WHV-Trainer, der nun knapp zehn Wochen Zeit hat, seine Schützlinge auf das Abenteuer Sachsen-Anhalt-Liga vorzubereiten. Am zweiten September-Wochenende soll der Punktspielauftakt erfolgen. Gegen wen und wo, wird erst beim Staffeltag festgelegt.
Für den Aufsteiger aus der Saalestadt geht es im kommenden Jahr nur um ein Ziel: Mindestens den zwölften Platz in der 15 Vereine umfassenden Staffel belegen. „Wir wollen die Klasse halten. Das wäre für unseren Verein ein großer Erfolg. Wir hoffen, dass wir auch in der Sachsen-Anhalt-Liga auf unsere Heimstärke und unsere Fans setzen können“, meinte der Geschäftsführer des Weißenfelser HV, Jürgen Rosenheinrich. Das WHV-Urgestein hat vor Jahren als Nachwuchs-Trainer vielen Jungs, die mit dem Verein den Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga schafften, das Handball-ABC beigebracht. (mz)