Bundestagsabgeordnete mit Nebeneinkünften Bundestagsabgeordnete mit Nebeneinkünften: Nur Jan Korte verdient hinzu

Bernburg - Der Linke-Politiker Jan Korte hat als einziger der 19 sachsen-anhaltischen Bundestagsabgeordneten seit Beginn der Legislaturperiode im Oktober 2013 veröffentlichungspflichtige Nebeneinkünfte erzielt. Das geht aus Angaben des Deutschen Bundestages hervor, die das Transparenz-Internetportal abgeordnetenwatch.de am Montag veröffentlicht hatte. Demnach hat Korte, der den Wahlkreis Anhalt vertritt, als Autor der Neues Deutschland Druckerei und Verlag GmbH ein Honorar zwischen 1 000 und 3 500 Euro erhalten.
Einkünfte müssen gemeldet werden
Nach den derzeitigen Verhaltensregeln müssen Bundestagsabgeordnete Einkünfte neben ihren monatlichen Diäten von 8 700 Euro ab einem Betrag von mehr als 1 000 Euro angeben und in zehn groben Verdienststufen publizieren. Die Höchststufe 10, in die Verdienste von mehr als 250 000 Euro fallen, wurde von den Parlamentariern seit Oktober 2013 in sieben Fällen gemeldet.
Wie 17 seiner sachsen-anhaltischen Kollegen hat auch der zweite anhaltische Bundestagsabgeordnete Kees de Vries (CDU) bisher keine Nebeneinkünfte angegeben. Der gebürtige Niederländer betreibt in Deetz bei Zerbst laut eigener Internetseite mit seinem Schwager einen landwirtschaftlichen Betrieb mit 1 300 Hektar Land, 700 Milchkühen und 600 Jungrindern. Ein Sprecher seines Berliner Abgeordnetenbüros sagte auf MZ-Anfrage, dass der 58-Jährige als Geschäftsführer seines Betriebes erst im nächsten Jahr Einkünfte erziele, die nach Rücksprache mit der Bundestagsverwaltung auch erst dann meldepflichtig würden. (mz/tad)