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Almut und Hubertus von Wulffen  Almut und Hubertus von Wulffen : Von Kalifornien nach Wüstenjerichow

Von Margit Boeckh 04.07.2013, 07:33
Jagdhündin Dolly steht in Pose auf dem Land Rover Defender von Herrchen Hubertus von Wulffen. Das Ende der 40er Jahre entwickelte Briten-Fahrzeug ist eine Legende. Experten sagen, es fahre sich wie ein Trecker, sei weitgehend frei von technischem Firlefanz und komme einfach überall durch. Genau richtig für die Gegend um Wüstenjerichow, wo die von Wulffens in dem wieder hergerichteten Schlösschen (im Hintergrund) wohnen.
Jagdhündin Dolly steht in Pose auf dem Land Rover Defender von Herrchen Hubertus von Wulffen. Das Ende der 40er Jahre entwickelte Briten-Fahrzeug ist eine Legende. Experten sagen, es fahre sich wie ein Trecker, sei weitgehend frei von technischem Firlefanz und komme einfach überall durch. Genau richtig für die Gegend um Wüstenjerichow, wo die von Wulffens in dem wieder hergerichteten Schlösschen (im Hintergrund) wohnen. Andreas Stedtler Lizenz

Wüstenjerichow/MZ - Es war „kein Akt der Vernunft“, damals vor zwei Jahrzehnten, als sich das Ehepaar Almut und Hubertus von Wulffen dazu entschied, auf den uralten Familiensitz nach Wüstenjerichow zurückzukehren. Dabei sah einer der Brüder Hubertus von Wulffens für das kleine Schloss im Jerichower Land damals nur einen Weg: den Abriss. Doch das Ehepaar ließ sich nicht entmutigen.

„Ich wollte einfach das zurückhaben, was uns weggenommen worden war“, sagt Hubertus von Wulffen. Und damit wurde das Leben der Familie, zu der zwei Töchter und zwei Söhne gehören, von Grund auf umgekrempelt. Denn die von Wulffens lebten vorher in Kalifornien, wo Hubertus von Wulffen zunächst für einen Wein- und Spirituosenkonzern arbeitete und sich dann mit einem Weingut selbständig machte. In Wüstenjerichow wartete nach 1989 viel Arbeit. „Wir hausten mit den Kindern wie die Flüchtlinge“, sagt Almut von Wulffen.

1992 konnte die Familie in das nun renovierte Haus einziehen. Und zum Leidwesen der Einwohner des Ortes weder Pomp noch Gloria mit Pferden und Kutschen verbreiteten, was Frau von Wulffen heute noch amüsiert. Aber die Familie wurde dennoch freundlich aufgenommen, fühlt sich heimisch und sagt heute: „Wir haben Glück gehabt.“