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Bildung in Gräfenhainichen Bildung in Gräfenhainichen: Auszeichnung für Schülerzeitung

Von Ulf Rostalsky 18.12.2015, 18:05
Zur Weihnachtsfeier erhielten die Schülerzeitungsmacher des „Lindenblatts“ eine besondere Überraschung. Sie wurden mit der „Goldenen Feder“ für die landesbeste Zeitung der Förderschulen geehrt.
Zur Weihnachtsfeier erhielten die Schülerzeitungsmacher des „Lindenblatts“ eine besondere Überraschung. Sie wurden mit der „Goldenen Feder“ für die landesbeste Zeitung der Förderschulen geehrt. Klitzsch Lizenz

Gräfenhainichen - Die Mädchen und Jungen aus der „Schule an der Lindenallee“ machen die beste Schülerzeitung aller Förderschulen im Land. Dafür haben die Gräfenhainichener zum dritten Mal nach 2007 und 2009 die „Goldene Feder“ gewonnen. Die Botschaft aus Magdeburg in Form von Urkunde und überdimensionaler Feder waren das Extrabonbon zum traditionellen Weihnachtsprogramm.

Die „Schule an der Lindenallee“ wird derzeit von 85 Schülern der Klassenstufen 3 bis 10 besucht. In Zusammenarbeit mit der Ferropolisschule wurde außerdem eine Kooperationsklasse eingerichtet. Schüler beider Einrichtungen bereiten sich dort auf den Hauptschulabschluss vor. Anfang des Jahres ist die Schule gefordert. Dann stehen Rezertifizierungsverfahren auf dem Plan. Verteidigt werden soll der Titel „Gesunde Schule“ und die Anerkennung als Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung.

Ob „Das Lindenblatt“ in seiner nächsten Ausgabe im Frühjahr über die Show berichten wird, ist offen. Schließlich hat die Redaktion um die jetzt geehrten Zehntklässler Jasmin Gallas, Norman Kricke und Philipp Steiß immer den Spagat zwischen aktueller Berichterstattung und dem Spiegelbild des Schullebens zu meistern gehabt.

Ein Beitrag über das Weihnachtsprogramm scheint in der Frühjahrsausgabe fast schon zu spät. Die Macher vom Lindenblatt haben allerdings eine Ader dafür, auch vermeintlich alte Themen aufzupeppen. Unter Anleitung von Lehrerin Katrin Wichert stellen sie auch unangenehme Fragen. So zum Beispiel: Was macht eine neue Platte für einen Sinn, wenn es keine Bälle und Schläger gibt?

Die „Lindenblätter“ haben es in sich. Mal wird vom Sportevent berichtet, bei dem der Sportlehrer fehlt. Mal fassen sich die Schüler selbst an die Nase. Praktika sind gut und schön. Schlimm nur, wenn das Benehmen nicht funktioniert. Die lockere und kritische Art begeisterte die Jury in Magdeburg. Die Goldene Feder ist Lohn und Ansporn zugleich.

Vielleicht wird die Redaktion der Frage nachgehen, warum der Weihnachtsmann Ferien braucht. „Urlaub für den Weihnachtsmann“ ist das aktuelle Bühnenprogramm der Schüler. „Wir haben eine bekannte Geschichte mit unseren Ideen kombiniert“, betont Elvira Sparig. Sie ist seit Jahr und Tag die Frau hinter den Weihnachtsprogrammen. Schon zu Beginn eines jeden neuen Schuljahres schart sie die Kulturgruppe der Schule um sich.

Diesmal brachte der Berg von Wunschzetteln den Weihnachtsmann (Patrick Goßmann) außer Tritt. Der Weihnachtsmann hat Urlaub nötig. Also rein in den Billigflieger und unter der Sonne Teneriffas.

Das bunte Programm aus Musik, Tanz und Theaterspiel spart nichts aus. „Wir haben der Phantasie freien Lauf gelassen“, erzählt Elvira Sparig. Bei allen abenteuerlichen Ideen blieben sich die Schüler aber treu. Das Weihnachtsprogramm der „Schule an der Lindenallee“ lebt seit Jahren vom Happy End. Alles ist bestens und die Schüler haben nach Auftritten im eigenen Haus, vor Senioren und im Dessauer Rathauscenter auch die vierte Bewährungsprobe bestanden.

Welche Abenteuer nächstes Jahr ins Haus steht, ist offen. „Das Lindenblatt“ wird das Thema aufgreifen, denn die Schülerzeitung ist am Geschehen dran. Das hat die Jury vor allen Dingen begeistert. (mz)