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Bilder für Coswig Bilder für Coswig: Geschenke für alle

Von Ute König 10.09.2014, 11:59
Coswigs Bürgermeisterin Doris Berlin freut sich über die Bilder-Schenkung der Kothe-Nachfahren Ulrike Marrach-Böhm und Konstantin Marrach (v. re.).
Coswigs Bürgermeisterin Doris Berlin freut sich über die Bilder-Schenkung der Kothe-Nachfahren Ulrike Marrach-Böhm und Konstantin Marrach (v. re.). König Lizenz

Coswig/MZ - „Es wäre zu schade, wenn wir sie nur ins Wohnzimmer hängen würden“, sagt Ulrike Marrach-Böhm. Zwei Bilder aus dem Nachlass ihres Vaters, dem Coswiger Künstler Franz Karl Kothe, schenkte sie deshalb der Stadt Coswig. Denn auch die Öffentlichkeit soll etwas von den Werken haben.

Das eine Gemälde zeigt das Coswiger Schloss. „Es war das Lieblingsmotiv meines Vaters“, erklärt Marrach-Böhm. Das zweite Gemälde „Stillleben Blumenstrauß“ ist ein Keramikrelief, das vermutlich aus den 1960er-Jahren stammt. „In seinen letzten Jahren arbeitete er viel mit Keramik.“ Das zeigt auch das Wandbild „Stadtwappen Coswiger Jungfrau mit Sonnenuhr“ an der Fassade des Rathauses, das Kothe 1962 seiner Heimatstadt schenkte. Letzteres „ist so etwas Prägnantes“ in Coswig, betont Marrach-Böhm, „da wäre es doch schön, wenn der Bogen ins Innere des Rathauses geschlagen wird“. Tochter und Enkel Konstantin Marrach würden sich freuen, wenn die Kunstwerke genau dort der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bürgermeisterin Doris Berlin (parteilos) kann sich das gut vorstellen: „Wir freuen uns über die Schenkung und werden natürlich einen würdigen Platz finden.“ Die Idee zur Schenkung hatten die beiden Kothe-Nachfahren im vergangenen Jahr. Die Bilder sollen ein Dankeschön für das Engagement zum 100. Geburtstag Kothes sein. Die Stadt Coswig hatte dem Künstler den Jahreskalender 2013 gewidmet und zudem eine Sonderausstellung ausgearbeitet. „Durch die Ausstellung haben wir gesehen, wie unser Vater auch in der Umgebung gewirkt hat“, so Marrach-Böhm.

Und noch ein Geschenk brachten sie mit zum Rathaus: Ein circa 100 Jahre altes, mit Schnitzereien verziertes Klavier. Es stammt aus dem Nachlass von Luise Ecke-Kothe, der Großmutter Ulrike Marrach-Böhms, und stand bisher im Haus der Familie, in dem Franz Karl Kothe aufgewachsen war und später auch sein Atelier eingerichtet hatte. Das Instrument wird in Zukunft wahrscheinlich im Stadtmuseum zu sehen sein.