1. MZ.de
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Weißenfels
  6. >
  7. Rund um Buch und Zeitung

Rund um Buch und Zeitung

Von Albrecht Günther 06.04.2006, 17:46

Weißenfels/MZ. - So stand ein Besuch in einer Druckerei in Freyburg ebenso auf dem Programm wie eine Exkursion in das Zeitungshaus der Mitteldeutschen Zeitung in Halle. In das Projekt einbezogen wurde auch die Leipziger Buchmesse. "In Leipzig haben die Schüler die Schmökerecke genutzt, um sich über Neuerscheinungen zu informieren, haben Besucher interviewt und sich am Buchstabenspiel beteiligt", fasst die stellvertretende Schulleiterin Antje Dobisch den Messebesuch zusammen.

Weitere Stationen innerhalb des Projekts waren der Besuch einer Buchhandlung, das Thema Hörbuch und Lesungen des Schriftstellers Jürgen Jankofsky. Praktisch wurde es, als es darum ging, Papier zu schöpfen oder Wachstafeln herzustellen, um Schriftgravuren vornehmen zu können.

Den Abschluss bildete ein Vorlesewettbewerb. "Uns war es wichtig, dass sich die Schüler selbstständig und mit unterschiedlicher Methodik mit diesem anspruchsvollen Thema beschäftigen", so Frau Dobisch weiter. Denn dies entspricht dem von der Pädagogin Maria Montessori entwickelten und an der Weißenfelser Schule praktizierten Unterrichtsmethoden. So lernen die Schüler beispielsweise durch das Schreiben gleichzeitig das Lesen, wie die kleinen Geschichten, die entstanden, verdeutlichen.

Insgesamt 47 Schüler besuchen gegenwärtig die Bildungsstätte, die inzwischen fünf Jahre alt ist und vom Kultusministerium des Landes den Status einer staatlich anerkannten Ersatzschule bekam. Jeder Schüler erhält dabei einen Wochenplan, der seinem Leistungsstand und seinen Fähigkeiten entspricht, der somit eine individuelle Förderung ermöglicht. Unterrichtet wird zum Teil jahrgangsübergreifend, zum Teil in den einzelnen Klassen. Als Zeugnis erhalten die Mädchen und Jungen eine genaue Wort-Beurteilung, am Ende der vierten Klasse wird eine entsprechende Schullaufbahnempfehlung gegeben. "Dabei haben wir bemerkt, dass unsere Schüler beim Übergang zum Gymnasium oder an eine staatliche Sekundarschule keinesfalls benachteiligt sind", unterstreicht Antje Dobisch. Im Gegenteil. Viele Schüler verkrafteten den Wechsel durch ihre Bereitschaft und Fähigkeit zum selbstständigen Lernen sehr gut.