König-Gustav-Adolf-Gedenkstätte in Lützen König-Gustav-Adolf-Gedenkstätte in Lützen: Audiogeräte führen Touristen durch die Geschichte

Lützen - Inger Schubert sitzt auf einer Bank der König-Gustav-Adolf-Gedenkstätte in Lützen. Anfangs durchbricht nur das Rauschen der alten Bäume die eigentümliche Stille an diesem Ort. Doch dann ist die Stimme von der Historikerin zu hören. Sie schallt leise und bedächtig aus einem kleinen Gerät, welches ein bisschen aussieht wie eine Fernbedienung. Es ist aber keine Fernbedienung, sondern eines von 24 neuen Audiogeräten. Diese werden gleich an der Gedenkstätte übergeben.
Geräte für 5.800 Euro gekauft
Noch ist ein bisschen Zeit. Diese weiß Inger Schubert zu nutzen. Sie hört sich die draufgesprochenen Texte noch einmal in Ruhe an. Außer ihr ist auch Maik Reiche zu hören. Der Lützener ist der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung und hat sich ebenfalls dafür engagiert, dass diese Audiogeräte für Lützen gekauft werden. Die dritte im Bunde ist Sonja Quente, Vorsitzende des Vereines Heimat- und Museumsfreunde Lützen. Sie hatte im vorigen Jahr einen Antrag auf Förderung an die Kultur- und Brauchtumsstiftung der Sparkasse geschrieben. Dieser wurde bewilligt. Anschließend konnten die Geräte für 5.800 Euro gekauft werden. Sie sollen für mehr Flexibilität am Denkmal sorgen, erzählt Sonja Quente. Denn es gäbe häufig Führungen. Dann sei die Kasse nicht besetzt. Nun können sich Einzelpersonen an der Gedenkstätte melden. Dort bekommen sie die Audiogeräte.
Die Tasten sind bis zur Nummer fünf belegt. Je nachdem, wo die Besucher mit ihrer Runde anfangen, drücken sie auf die entsprechende Nummer. Dann erklingen im Wechsel die Stimmen von Maik Reichel und Inger Schubert.
Die Texte waren im Vorfeld erstellt worden. Anschließend wurden die Inhalte auf die Geräte gesprochen. Danach wurde Korrektur gehört und gelaufen. Das bedeutet, die Geräte wurden angeschaltet und Inger Schubert prüfte, on Inhalt und Länge des gesprochenen Textes mit dem jeweiligen Standort passen. Übrigens sind es drei Sprachen, die zu hören sind: deutsch, englisch und schwedisch.
Positive Einschätzung von einem Schweden
Probelauf macht sie am Mittwoch noch einmal. Dabei hatte es an diesem Tag bereits einen Test gegeben. Ein schwedischer Tourist wollte sich an der Gedenkstätte umsehen. Da bekam er das Audio-Gerät in die Hand. Später traf Schubert den Mann und er habe eine positive Einschätzung gegeben.
In diesem Zusammenhang kündigte Inger Schubert gleich noch einen Veranstaltungshinweis an. Am 4. November wird im kleinen Schloss in Lützen eine Ausstellung eröffnet. Sie heißt „Tatort, Fundort, Erinnerungsort“ und umfasst eine kure Variante der umfangreichen Ausstellung in dem historischen Gemäuer. (mz)