Mansfeld-Südharz Mansfeld-Südharz: Weizensorte «Akteur» überzeugt in Hayn
HAYN/MZ. - Die Weizensorte "Akteur" eignet sich besonders gut für den Anbau auf den kargen Böden im Harz. Das ergab eine Testreihe der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) Bernburg, die am Freitag in der Versuchsstation in Hayn vorgestellt wurde.
Die Versuche hatte Gerhardt Hartmann von der Landesanstalt durchgeführt. Er stellte die zu untersuchenden Sorten zusammen und präsentierte Landwirten, Saatzuchtfirmen und anderen Interessierten die Ergebnisse. Es waren insgesamt 100 Weizensorten, 30 Schmetterlingsblütengewächse und 28 Winterrapssorten angebaut und getestet worden.
Zum großen Leidwesen der Landwirte mussten die Rapsversuche wegen der schlechten Wetterbedingungen während der Anbauphase jedoch abgebrochen werden. Laut Auskunft der LLFG sind so keine statischen Auskünfte über die Rapssorten möglich. Viele Bauern aus der Region greifen dennoch auf die Ergebnisse der Studien zurück. So auch Rainer Rößler aus Königerode. "Für uns Landwirte ist das hier sehr interessant. Wir erhalten dadurch eine Orientierung, welche Sorten positiv im Anbau auffallen", berichtete er. Er kommt jedes Jahr zu den Feldtagen und ist sehr zufrieden mit den Auskünften der Landesanstalt.
Liane Franke, die als Leiterin der Außenstelle Hayn der Versuchsstation Walbeck tätig ist, betont: "Die Landwirte vertrauen deshalb unserem Urteil, weil wir neutrale Empfehlungen herausgeben." Dieses Jahr legte man das Hauptaugenmerk auf die Wintergetreidesorten. Aufgrund des Klimawandels wurden in diesem Jahr auch frühreifer Winterweizen mit in die Versuchsreihe aufgenommen. Denn die Bauern sind durch den Anbau von Sorten verschiedener Reifegruppen in der Lage, den technologischen Ablauf bei der Ernte besser zu planen. Wegen der zunehmenden Trockenheit während der Sommermonate versuchen die Mitarbeiter der Station, mit den Experimenten heraus zu finden, welche Getreidesorten auch unter schwierigen Bedingungen den größten Ertrag einbringen.
Doch nicht nur die Ertragsmenge wird vom Amt für Landwirtschaft ermittelt: Die Sorten werden außerdem auf Düngerverträglichkeit, Krankheitsanfälligkeit und Bodenbearbeitung getestet. Gleichzeitig gibt man Empfehlungen für Pflanzenschutzmittel