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Imkerei Brix in Lodersleben Imkerei Brix in Lodersleben: Betrieb erzeugt Honig auf ökologische Weise

Von Jörg Müller 14.10.2003, 15:19

Lodersleben/MZ. - "Unser Ziel war immer, Bienenprodukte mit gesundheitsfördernder Wirkung zu erzeugen, und zwar nicht nur Honig, sondern auch Blütenpollen, Propolis und Gelee Royale", so Bernd Brix, der seit 1966 Imkerei betreibt. "Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Produkte frei von Schadstoffen und Rückständen sind." Chemisch analysiert werden der Honig und das Wachs. "Ähnlich wie im tierischen Fettgewebe lagern sich Schadstoffe vor allem im Wachs ab", erläutert der 49-jährige Hobby-Imker. Wobei die Biene selbst schon ein gewisses Filter darstelle: "Wenn der Nektar vergiftet ist, erreicht die Biene oft nicht mehr den Stock und stirbt ab."

Um die Bioland-Kriterien zu erfüllen, musste der gesamte Wabenbau umgestellt werden. "Wir haben Bioland-Wachs gekauft, auf dem die Bienen dann weiter bauen." Alle der rund 50 Völker seien aber noch nicht umgestellt, so Brix. Auch in Zukunft solle das Wachs ständig ausgetauscht werden, um Rückstandsfreiheit zu gewähren.

Zudem habe er neue Schleudertechnik aus Edelstahl angeschafft und Bienenkästen erneuert. Die Einhaltung der Kriterien werde ständig kontrolliert. Brix, der hauptberuflich den Studienkreis (ein Nachhilfe-Institut für Schüler) betreibt, bietet seine Ware auf einigen Märkten an. Außerdem hat er mittlerweile viele Stammkunden, die direkt ins Haus kommen. Immer mehr Zuspruch findet auch das alljährliche Honigschleuderfest in der Imkerei. Einen Teil des Honigs verkauft er schließlich an andere Betriebe weiter. Ziel beim Ertrag seien etwa 50 Kilogramm pro Bienenvolk, sagt er.

Unter dem diesjährigen Sommer haben auch die Bienen schwer gelitten, so der Imker. "Wegen der Trockenheit haben sie nichts gefunden." Wie sich das im nächsten Jahr auswirken werde, müsse er abwarten. "Es ist nicht gut, wenn man die Bienen nur mit Zucker füttern muss."