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Musikfestival: Von Punkrock bis Metal war alles dabei

Von Kristin Mikolajczak 15.08.2007, 17:25

Köthen/MZ. - Die meisten Bands bestehen erst seit relativ kurzer Zeit, wie etwa "Cancer for the Cure", die sich Ende letzten Jahres gegründet haben. Die Gruppe, die aus zwei Gitarristen, einem Bassisten, einem Schlagzeuger und einem Sänger besteht, spielt hauptsächlich Metal. Der Sänger Maik Pawlik beschrieb die Band mit den Worten "Rock'n"Roll. Ich bin froh, was mit diesen Leuten machen zu können."

Die am längsten bestehende Band, die "Small Town Minds", spielt ein breites Spektrum aus hauptsächlich selbst geschriebenen Songs. Sie hat eine besondere Verbundenheit mit der Klangschule Ost (KSO) entwickelt, da sie regelmäßig auf deren Gelände probt und nun schon zum dritten Mal dort einen Auftritt absolvierte. Rhythmusgitarrist Philipp Melzer formulierte seine Begeisterung mit den Worten "die Kulisse ist absolut geil". Die Band spielt in ihrer jetzigen Besetzung mit zwei Leadgitarristen, einem Rhythmusgitarristen, einem Bassisten und einem Schlagzeuger - aber erst seit einem halben Jahr. Wie Melzer mitteilte, sind die "Small Town Minds" eben erst im Studio fertig geworden.

Die jüngste Band dieses Abends war "Jenny and the six balls", die in der KSO ihren ersten Auftritt absolvierte. Begeistern konnten sie hierbei mit Punkrock oder, wie es Schlagzeuger Norman Kunert formulierte, mit einem "Metal-Misfits-Punk-Gemisch". Die Gruppe, bestehend aus Gitarrist, Bassist, Schlagzeuger und Sängerin, brachte es sogar fertig, mit dem größtenteils aus Punks bestehenden Publikum ein Zeichen gegen Rechtsradikale zu setzen. Sängerin Jenny Babatz "Ruf: Nazis raus!" wurde vielstimmig wieder aufgenommen.

Dass es musikalisch jedoch auch ganz anders geht, bewiesen "nothing good to eat", die Bands wie "NOFX" und "Against Me!" mit Elementen des Countrys mischen. Hierfür haben sie sich mit den Brüdern Jakob und Philipp Bader Verstärkung mit Posaune und Trompete geholt. Die restliche Band besteht aus zwei Gitarristen, von denen einer den Gesang übernimmt, einem Bassisten und einem Schlagzeuger. Markus Hartling, einer der Gitarristen, beschreibt die Musik der Gruppe als "Spaßmusik", denn "wir sind alle lustig drauf und wollen das mit unserer Musik ausdrücken".

Wer jedoch eher Fan von Metal war, der war bei "Cyrus" richtig, die den Auftakt der Veranstaltung bildeten. Die Band, die zurzeit auf der Suche nach einem geeigneten Proberaum ist, besteht aus zwei Gitarristen, einem Bassisten, einem Schlagzeuger und einem Shouter. Wer die Musik einmal gehört hat, weiß, wieso "Cyrus" gegen den Begriff Sänger ist. Ihre Musik sei eine Mischung aus "In Flames", "Heaven Shall Burn" und "Chimaira", wie Schlagzeuger Eric Vorrath und Bassist Philipp Honsa sagten. "Als erste Band war's Mist" meinte Honsa. Diese Meinung wurde von vielen Zuschauern wie beispielsweise Maik Reddiger geteilt: "Ich fand's sehr schade, dass Cyrus zuerst gespielt haben, da dass Publikumsaufgebot noch zu gering war."

Die Meinungen der Besucher waren jedoch trotzdem durchgängig positiv. Anica Engel und Marie Koppe sagten: "Im Laufe des Abends stieg die Stimmung enorm, leider wurde die Stimmung durch Rangeleien gedrückt. Trotzdem haben die Bands ihr Können auch in den unruhigeren Phasen des musikalischen Abends unter Beweis gestellt. Allen voran die "Small Town Minds".

Die Zusammenfassung für diesen Abend lieferte Martin Twieg, der den "ROCK congress 2" mit den Worten "ausdrucksvoll, eigenartig und doch stilgerecht" formulierte.