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Hochwasser in Aken Hochwasser in Aken: Lob für Lehrer

16.06.2013, 20:57

köthen/MZ/Mb - Lehrer hören oft Kritik, viel seltener dagegen ein Lob. Insofern dürften Dagmar Pasch und ihre Kollegen längere Zeit von der Anerkennung zehren, die ihnen seitens der evakuierten Akener entgegengebracht wurde, die in der BBS Köthen ihren Hochwasser bedingten Wohnsitz hatten. „Die Lehrer haben sich wirklich viel Mühe gegeben. Besser ging es gar nicht“, hieß es von vielen Akenern beim Abschied.

Tatsächlich hatten Schulleiterin Pasch und Kollegen für möglichst viel Komfort gesorgt. Zum Beispiel hätten die Hunde normalerweise draußen bleiben müssen, „aber da die Schule zwei Eingänge hat, haben wir den Betrieb so organisieren können, dass die Hunde bei ihren Haltern bleiben konnten“. Auch für die älteren Leute habe man in den Unterrichtsräumen Platz geschaffen; insgesamt waren in der Bildungseinrichtung 19 Räume und die Sporthalle belegt.

Eingerichtet wurde ein Drei-Schichten-System, so dass immer vier bis fünf Lehrer vor Ort waren und den Bewohnern neben den Feuerwehrleuten als Ansprechpartner zur Verfügung standen. Auch hatte man die Reinigungsfirma aktiviert, „denn das Wichtigste bei solch einer Unterbringung sind ordentliche Toiletten und Duschen“.

Man habe die Evakuierten gleich am ersten Morgen aufeinander eingeschworen. „Das hat gut funktioniert.“ Immerhin musste man das Zusammenleben von höchst unterschiedlichen Personen organisieren - von der hilflosen 80-Jährigen bis zu Jugendlichen, die auch mal feiern wollten. Von 40 Lehrern der BBS haben sich 15 um die zur Zeit laufenden Prüfungen gekümmert (dafür wurde die obere Etage der Schule freigehalten), die anderen waren im Schichtdienst dabei. Dazu sei es sehr hilfreich gewesen, dass einer der Kollegen, Heiko Rateike, aus Aken stammt und gemeinsam mit seiner Frau nirgendwo anders unterkommen wollte („Was sicherlich möglich gewesen wäre“), sondern die ganze Zeit in der Schule geblieben ist.