Schlechtes Hören keine Altersfrage
HOLZDORF/MZ. - Und nicht nur das. Denn wie der Namen bereits sagt, geht es beim Hörbus ums Hören. Jens Olesch steuerte das Gefährt und wusste natürlich genau, was bei einem Besuch alles zu machen war. "Diese Busse sind präventiv im Einsatz. Wir möchten den Leuten die Möglichkeit bieten, ihrem Gehör einmal genauer auf die Spur zu kommen. Sie können anhand von Schnelltests und im Gespräch mit Fachleuten herausfinden, ob noch alles in Ordnung ist." Jens Olesch kann nur jedem raten, solche Möglichkeiten zu nutzen. Denn: "Schlechtes Hören ist keine Frage des Alters, Probleme hat jede Altersgruppe. Und wir stellen immer wieder fest, dass viele ihr Hörvermögen vollkommen falsch einschätzen."
Die Erfahrung, die er bisher gemacht hat, lasse aber auch auf einen Trend schließen. "Heute haben junge Leute mitunter schon die gleichen Hörsorgen wie Ältere." Was vermuten lässt, dass in ein paar Jahren und Jahrzehnten die dann ältere Generation wohl massivere Einschränkungen hinnehmen muss als die heutigen Senioren. "Deswegen sollten Schädigungen durch die Dauerbenutzung von MP-3-Playern oder der Besuch der Disko nicht so auf die leichte Schulter genommen werden."
Mit in Holzdorf anwesend war am Mittwoch eine Spezialistin. Hörgeräte-Akustikerin Steffi Kleemann vom Herzberger Amplifon-Fachgeschäft stand bei weitergehenden Fragen parat. Vor allem jene, die bereits beim Schnelltest nicht alles hörten, waren bei ihr in den besten Händen. "Experten aus der Region sind stets mit dabei", erklärte Jens Olesch. Sie hätten schließlich die nötige Berufserfahrung, um beispielsweise auf einen dringend nötigen Besuch beim Ohrenarzt oder Akustiker hinzuweisen.