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Neuer Chef im «Taubenhaus»

Von Diana Dünschel 01.02.2005, 16:34

Beesenstedt/Höhnstedt/MZ. - Für den Kreisverband der Awo ist die Trägerschaft über eine Kita eine neue Aufgabe. Erfahrungen in der Jugendarbeit gibt es bislang durch das Führen des Kinder- und Jugendheims in Krosigk und die Leitung mehrerer Jugendtreffs. "Jetzt suchten wir ein neues Betätigungsfeld", so Geschäftsführer Wolfgang Bregulla. Für ihn ist die Neuerung mit zwei wesentlichen Vorteilen verbunden: Die Awo werde in Beesenstedt bekannter und sei ständig im Ort präsent. Im "Taubenhaus" betreuen neun Erzieher 67 Mädchen und Jungen vom Baby bis zum ABC-Schützen. Weitere 29 Kinder besuchen den Hort. "Für die Trägerschaft der Einrichtung gab es sieben Bewerber, von denen nach Meinung des Gemeinderats die Awo die solideste Basis hatte", informierte Bürgermeister Herbert Günzel (PDS). Er hatte sich mit den Abgeordneten vor allem wegen des hohen Verwaltungsaufwands zu der Ausschreibung entschlossen.

Eine gute Zusammenarbeit sei nun entscheidend für den ausgehandelten Vertrag, so Herbert Günzel weiter. Denn die Kommune bestand darauf, die Existenz der Erzieher abzusichern sowie das Objekt und die Hoheit für die Festlegung der Elterngebühren zu behalten.

Ganz ähnlich sieht der Vertrag aus, den Höhnstedts Bürgermeister Uwe Ringleb (parteilos) im Auftrag des Gemeinderats mit dem Kreisverband "Mansfelder Land" der Volkssolidarität abschloss. Der Verein ist nun Träger der Höhnstedter Tagesstätte mit sechs Erzieherinnen und 68 Mädchen und Jungen inklusive der Hortkinder. Das Gebäude selbst bleibt Eigentum der Kommune, und diese wird bei den Elterngebühren auch künftig ein Wörtchen mitreden. "Im Betriebsablauf ändert sich nichts", versicherte Michael Pietruschka, Geschäftsführer des Kreisverbands, bei der symbolischen Schlüsselübergabe. Hans-Joachim Müller, Vorsitzender des Kreisvorstands, wies darauf hin, dass Höhnstedt zwar die erste Einrichtung im Saalkreis, aber die zwölfte Kita seit 1993 ist, die übernommen wurde. "Gewinn erzielen wir als gemeinnütziger Verein dadurch nicht", so Michael Pietruschka. Es gehe vielmehr um Werbung für die Volkssolidarität und darum, zu zeigen, dass der Verein eine gute Jugendarbeit leiste.