Ein ganzes Dorf macht sauber
Zappendorf/MZ. - Lebensgefährtin Christel Pipgorra hat schon vorgelegt, ihre Seite der Rabatte ist beinahe fertig. Ihr mache es auch Spaß, schließlich müsse man schon etwas tun, um in einem schönen Dorf zu wohnen, meint sie.
Ein ganzes Dorf macht sauber. Die Zappendorfer sind an diesem Samstag sogar mit dem Wettergott im Bunde - die Sonne scheint. Bürgermeister Werner Witkowsky hat sich das hölzerne Hinweisschild "Heimatmuseum" vorgenommen. "Ganz schön verdreckt", meint er. Das Schild brauche nach der Reinigung einen neuen Schutzanstrich. Silke Witkowsky harkt Laub zusammen und entfernt Pflanzenreste aus einem Beet.
Auf dem Hof des Landwirtschaftsmuseums wird emsig gewerkelt. Prof. Johannes Baumgärtner verpasst einer schönen alten Holztür frische Farbe. Auch die hölzernen Aushangkästen werden gepinselt, das hat Matthias Bönicke vom Kulturausschuss der Gemeinde übernommen.
Überall wird an diesem Samstagvormittag gearbeitet. Die meisten Zappendorfer bringen den Winterdreck weg, kümmern sich vor ihren Häusern und in öffentlichen Grünanlagen um Sauberkeit. Am Hochstand auf dem Museumsgelände ist der Jäger Werner Moser in luftiger Höhe dabei, dem Holz einen Schutzanstrich zu geben. Der Mann hat auch sogleich einige Geschichten parat, die er den Besuchern des Hochstandes nur zu gern erzählt.
Frische Farbe gibt es auch für die im Hof ausgestellte alte Landwirtschaftstechnik. Wolfgang Schumann und Alt-Bürgermeister Rüdiger Wagner erzählen, dass auch einige ehemalige Ein-Euro-Job-Beschäftigte und ehrenamtliche Helfer zur Putzaktion gekommen sind, zum Beispiel Monika Höpfner und Simone Kleinschmidt. Der junge Unternehmer Raik Muras macht sich ebenso nützlich wie Uwe Töpfer, ein junger Mann, der bei keinem Einsatz im Museum fehlt. Am späten Vormittag heizt er dann den Grill an.
Auf der Festwiese der Gemeinde sind die Männer der freiwilligen Feuerwehr dabei, Rollrasen auszulegen. Die 50 Quadratmeter sind die Spende eines Unternehmens. Den Kontakt knüpfte Christian Klose von der Feuerwehr eher zufällig. Rüdiger Wagner sagt: "Das hilft uns sehr. Wahrscheinlich hätten wir sonst das Frühjahrs-Fußballturnier gar nicht veranstalten können. Der Rasen ist in einem schlechten Zustand."
Am Gerätehaus der Feuerwehr wird schon seit dem frühen Morgen gearbeitet. Die Fassade des Gebäudes wird weiß gestrichen. Die Feuerwehrmänner haben Leitern angestellt und arbeiten zügig. Ein ganzes Dorf macht sauber.