Hitze lässt die Mansfelder stöhnen
Eisleben/MZ/frf. - Bürgermeisterin Jutta Fischer (parteilos) zeigt sich erfreut darüber, dass Eisleben nun in aller Munde ist. "Die Sonne hat uns eine Vorlage für kostenlose Werbung gegeben", sagt Frau Fischer.
Dass im Mansfelder Land die Hitze besonders groß ist, könne mit vielen Ursachen zusammenhängen, sagt Meteorologe Jurik Müller vom Deutschen Wetterdienst. Es könne mit Wärmestaueffekten in den Vorharzgebieten zu tun haben. Außerdem strahle der im Mansfelder Land ohnehin überdurchschnittlich trockene Boden die Wärme in die unteren Luftschichten. Im Spiel sei sicher auch eine gewisse Portion Zufall, die Eisleben in diesen Tagen zu einem der wärmsten Orte in Deutschland macht.
Auf Regen müssen die Mansfelder allerdings noch ein wenig warten. "Erst zum Ende der Woche ist mit Schauern zu rechnen", sagt Jurik Müller. Gute Prognosen hat der Wetterexperte für die parat, die im August ihren Urlaub antreten. "Der August wird überdurchschnittlich warm mit vielen schönen Tagen."
Das wird auch die Schüler freuen, die am Donnerstag in die Ferien starten. Am Montag hieß es für sie noch einmal ordentlich schwitzen. Viele Schulleiter hatten jedoch ein Einsehen. "Bei uns war ab 13 Uhr hitzefrei", sagt Werner Höroldt, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums am Markt in Hettstedt. Und heute stellt sich die Frage nach früherem Schulschluss für die Gymnasiasten erst gar nicht. Denn heute steht für sie ein großes Sommerfest als Schuljahresabschluss auf dem Programm.
Ein regelrechter Ansturm herrschte am Montag auf die Freibäder im Landkreis. So auch in Wippra. "Wir haben mehr Besucher als sonst", teilt Bademeisterin Christina Lipa mit, die sich gemeinsam mit ihrem Mann Aribert um die Gäste kümmert. Das Wasser hat eine Temperatur von 24 Grad, die Badenden stammen nicht nur aus der Harzgemeinde, sie kommen auch aus Sangerhausen, Halle und Aschersleben. "Unser Bad in freier Natur ist weithin beliebt", weiß Frau Lipa.