Stadtrat Coswig Stadtrat Coswig: Mehrheit im zweiten Anlauf
Coswig/MZ. - Andernfalls hätten die bisherigen Gebühren weiter Bestand gehabt. Dies aber wäre wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen, hatte es in der Diskussion geheißen.
Beschlossen wurden nun mit Zweidrittel-Mehrheit die nebenstehenden Gebühren. Bevor sie in Kraft treten, muss in der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes darüber abgestimmt werden.
Ohne Diskussion ging die Behandlung des einzigen Tagesordnungspunktes auch diesmal nicht über die Bühne. Manfred Wricke (FDP) wollte wiederum erfahren, was der Abwasserverband selbst getan habe, um Einsparungen zu erbringen. Günther Stoß (Bürgerblock) erneuerte seine Kritik, seitens des Betreiberbetriebes und des Abwasserverbandes sei wenig oder nichts geschehen, Kosten senkend zu wirken. "Gebührenerhöhungen können nur der letzte Schritt sein", und dies lehne der Bürgerblock ab. Dass die Kalkulation schon deutlich eher auf dem Tisch hätte liegen müssen, monierte Stadtrat Rudolf Quack (CDU). Viele Kosten seien in die jetzt vorliegenden Kalkulation für die Jahre 2000 bis 2002 zusätzlich reingenommen worden. "Die Verantwortlichen hätten eher merken müssen, was los ist."
Dass es sich bei Kalkulationen immer um Prognosen handelt, machte Peter Pfeifer, Geschäftsführer des Abwasserverbandes deutlich. Alle Kosten, die heute absehbar seien, "sind drin". Schwer abzuschätzen sei jedoch die Entwicklung von Leistungen Dritter, etwa auf dem Energiemarkt. Dass Betreiberbetrieb und Verband sehr wohl effektiv arbeiten, betonte Pfeifer und verwies auch auf den Bericht, den Bürgermeisterin Doris Berlin am 8. Mai gehalten hatte. Ein Beispiel für die Arbeit sei das erfolgreiche Abschöpfen von Fördermitteln.