Musik Rock vom Feinsten: „Just Older“ aus Dessau wollen wieder mit Live-Musik durchstarten
Im vergangenen Jahr gab es für die Band, die den Helden der 60er und 70er Jahre wie Deep Purple und Dire Straits huldigt, durch Corona nur einen einzigen Auftritt. Nun will sie wieder rocken. Los geht es im Lokheim.

Dessau/MZ - „Mensch, wie lange haben wir die Titel nicht gehört!“ Balsam in den Ohren und für die Seelen war das, gibt Axel Huth, Frontmann von „Just Older“ zu. Im Oktober ’21 fiel der Satz beim Konzert im Dessauer Lokheim. Dem einzigen Konzert im vergangenen Jahr, bei dem Huth gemeinsam mit Ralf „Clapton“ Pyka am Bass, Gerhard „Kniepi“ Kniep am Keyboard, Andreas „Witsch“ Krause an der Gitarre, Tony „Mahony“ Matthias am Schlagzeug und Heike Huth (Gitarre und Gesang) zu sehen und zu hören war. „Corona“, winkt Huth vielsagend ab und hofft mit den anderen Musikern von „Just Older“, dass 2022 alles wieder besser wird.
Und am 12. März geht es wieder los. Wo? Natürlich im Lokheim. Dann wollen die Sechs wieder im Dietrichshain rocken. Wer im vorigen Jahr dabei war, freut sich Huth mit den anderen, will „Just Older“ auch diesmal nicht verpassen.

Trotz Auftrittsflaute in der Coronazeit, von einem haben die sechs Musiker nie abgelassen. Jeden Dienstagabend ist Probenzeit. Keine fiel aus. „Wir wollen so gut wie möglich sein. Man muss dranbleiben“, sagt der Bandleader, der sich mit „Just Older“ 2018 einen großen Traum erfüllt hatte. „Es war schon immer mein Wunsch, eine Band zu haben“, sagt der Chef vom Dessauer Druckhaus. Und seine Frau, die Sängerin Heike Huth, mit der er schon seit vielen Jahren als „Black Velvet Livemusik aus Dessau“ auf der Bühne stand, habe das forciert.
Und so haben sie zusammengefunden: Kniepi, der bei den „Tangenten“ gespielt hatte, Witsch von „Phagt“, Clapton von „Tarantel“ und Tony Mahony von „Down Below“. Clapton zu kriegen, war das Schwierigste, sagt Huth, - doch am Ende ist eine Truppe herausgekommen, die zusammenhält wie Pech und Schwefel. „Die Chemie stimmt bei uns, wir teilen auch private Dinge“, erzählt Heike Huth, die eigentlich erst nicht mitmachen wollte bei der Männer-Combo, nun aber als Organisationstalent, Bindeglied und Mädchen für alles nicht mehr wegzudenken ist.

Überhaupt habe jeder in der Band seinen Part. Kniepi sei der musikalische Leiter, Vorbereiter und Ruhepol. Witsch ein Held an der Gitarre und auch für den Ton verantwortlich. Clapton der Fels in der Brandung, wie Heike Huth findet, außergewöhnlich musikalisch und bodenständig. Und Axel als Frontmann mit seiner außergewöhnlichen Stimme und Präsenz der Initiator des Ganzen. Und da ist noch der Jüngste der Runde am Schlagzeug. „Ich wünschte, Axel hätte schon zehn Jahre früher gefragt“, gesteht Tony Mahony.
Doch egal, ob sie Anfang 40 oder um die 60 sind - musikalisch huldigen sie den Helden der 60er und 70er Jahre wie Deep Purple, Dire Straits, T.Rex oder The Doors. Doch „Just Older“ wissen zu überraschen. „Wir nehmen eher die B-Seiten“, verrät Axel Huth. Titel sind das, die nicht so oft gespielt werden, aber sehr anspruchsvoll sind. Und gerade das sei auch das Reizvolle. Insgesamt 34 Coversongs hat die Band im Repertoire.

Die meisten werden im Lokheim zu hören sein. Doch der Auftritt soll erst der Auftakt für viele in diesem Jahr sein. „Wir wollen gern Teil von Festen in Städten sein“, sagt Heike Huth - ob in Dessau, Aken, Delitzsch oder Beelitz. Dass „Just Older“ (nur ein bisschen älter) noch längst nicht zum alten Eisen gehört, soll demnächst auch ein Video zeigen, mit dem die Musiker im Netz zeigen wollen: Hier, das sind wir!