Handball-Regionalliga Handball-Regionalliga: Auftakt gegen Mitaufsteiger
Wolfen/MZ. - Die ebenfalls aufgestiegene Mannschaft aus Landwehrhagen kommt den Wolfener Handballern am Sonnabend zum Auftakt gerade recht. Es wird eine erste Standortbestimmung werden, wie realistisch das Ziel ist, die neue Spielklasse zu halten. Denn das ist die von Trainer Harry Renner klar formulierte Vorgabe. Dehalb sollen die zwei Punkte in Wolfen bleiben.
Dass das schwer genug wird, weiß der Coach. Aber er sieht sein Team als hoch motiviert und leistungsstark genug an, um die Aufgabe zu erfüllen. Im Wesentlichen setzt er dabei auf die Stammformation der erfolgreichen Oberliga-Saison. Allerdings mit zwei Unterschieden. Mit Christian Peschek (Anhalt Bernburg), Frank Ohme (Einheit Halle) und Markus Block (Wittenberg-Piesteritz) sind drei Spieler dazu gekommen, die laut Renner gut in die Mannschaft passen. Und mit Holger Kemnitz sowie Stefan Gragert trainieren zwei wichtige jungen Leute beim Dessauer HV unter Zweitbundesliga-Bedingungen. Beide sind beim Ortsnachbarn unter Vertrag, haben aber die Spielberechtigung für Wolfen.
Dass die Mannschaft ein realistisches Ziel ins Auge gefasst hat, macht Renner auch daran fest, wie sie sich in den beiden wichtigsten Vorbereitungsspielen gegen UMFA Mosfällsbaer (Island) und den Dessauer HV schlug. Die Spiele gingen zwar 16:22 beziehungsweise 21:29 verloren, aber Wolfen habe lange Zeit gut mitgehalten. Eine Schlussfolgerungen für Renner: "Es wird oft auf die letzten zehn Minuten ankommen." Eine andere ergibt sich für ihn nicht nur aus den beiden Tests. "Uns fehlen die Zwei-Meter-Männer im Rückraum. Wir müssen also aus allen Positionen torgefährlich werden. Der Ball muss schnell laufen." So wird die Regionalliga-Saison wohl ganz besonderes für den Mut den Spieler auf den Außenpositionen eine Herausforderung sein.
Renner sagt zwar von sich, er sei kein Psychologe, aber etwas davon wird er wohl mitbringen müssen in die neue Saison. Da man nicht von einem Siegeszug wie in der Oberliga-Saison ausgehen kann, werden auch im Bereich der Psyche von Trainer und Spielern Qualitäten verlangt. Selbst eine Niederlagenserie darf sie nicht umwerfen. "Die Spieler wissen sehr genau, was sie erwartet", sagt Renner. Allerdings wird nahezu jedes Spiel eine neue Erfahrung sein. Lediglich die anderen Teams aus Sachsen-Anhalt kennt man, die restlichen zehn Konkurrenten (Eschwege hat zurückgezogen, daher hat die Liga nur 15 Mannschaften) sind für Wolfen unbeschriebene Blätter, auch wenn der eine oder andere Aspekt bekannt ist.
So werden die Wolfener gleich im zweiten Spiel in Bad Neustadt nicht nur gegen ein starkes Team, sondern auch gegen einem 1300-köpfiges Publikum auflaufen müssen, weiß Renner. Um so wichtiger ist, dass die Wolfener in eigener Halle auf ihre Fans setzen können. Knapp 700 passen in die Krondorfer Arena. In der vorigen Saison war sie nur zweimal voll besetzt - zum Auftakt und zum Abschluss der Spielserie. Vielleicht kommen da auch die neuen Anwurfzeiten entgegen. Im Normalfall beginnen die Heimpartien sonnabends 17 Uhr. Gegen die Konkurrenz aus Sachsen-Anhalt wird allerdings zum Teil auch schon freitags um 19.30 Uhr gespielt.