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Grüne Woche in Berlin Grüne Woche in Berlin: Sachsen-Anhalter Aussteller über die umgebaute Halle

Von Michael Maul 19.01.2016, 22:15
Hoher Besuch am Stand der Kaffeerösterei Hannemann aus Köthen
Hoher Besuch am Stand der Kaffeerösterei Hannemann aus Köthen Michael Maul Lizenz

Berlin/Bitterfeld - Freundlicher und günstiger für die Aussteller und Besucher oder steril und eintönig? Die Meinungen gehen auseinander.

Sehen sich manche Firmen wie an einer viel befahrenen Straße, so sind andere mit ihrem Platzkonzept zufrieden. Die Neugestaltung der Halle 23b auf der diesjährigen Grünen Woche in Berlin hat zumindest für die Aussteller des Landkreises Anhalt-Bitterfeld Positives gebracht. Der Stand ist größer und übersichtlicher geworden und die Besucher haben dadurch die Möglichkeit, die Produkte besser zu testen und mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen.

Die Messe ist bis zum 24. Januar geöffnet. Die Tageskarte kann zum Preis von 14 Euro gekauft werden. Gegründet wurde die Messe 1926, vor 90 Jahren.

Sie ist eine in ihrer Ausrichtung einzigartige internationale Ausstellung der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie des Gartenbaus.

Das Rahmenprogramm der IGW ist sehr umfangreich. Mehr als 300 Foren, Seminare, Kongresse und Sitzungen finden statt.

Doch wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. So bemängeln die Mitarbeiter des Zörbiger Konfitürenherstellers Zuegg, dass durch die langen Flächen der Stände die Menschen nicht genügend Zeit hätten, die ausgestellten Produkte zu testen. „Es gibt hier keine Nischen mehr zum Verweilen und Probieren“, sagt Verkaufsleiter Hartmut Konietzko.

Dennoch habe man mit dem neuen Produkt Heidelbeerkonfitüre wieder viele Interessenten am Stand versammelt. Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) probierte die Zörbiger Produkte. „Schmeckt prima“, so sein kurzer Kommentar. Auch für Anhalt-Bitterfelds Landrat Uwe Schulze ist die Gestaltung der Halle noch nicht der Stein des Weisen. „Es sieht alles so geradlinig und steril aus. Das haben andere Bundesländer in ihren Hallen besser gelöst“, so Schulze.

Trotz der veränderten Ansicht sind die Aussteller des Landkreises mit dem Messergebnis vorerst zufrieden. So kann die Hochschule Anhalt mit einem Extrakt aufwarten, der einem Wein die natürliche Holznote wie bei einer Fasslagerung gibt. Beatrix Barthey, die Mitarbeitern für Weinforschung an der Hochschule Anhalt, beschreibt das dreijährige Forschungsprojekt an der Schule als Erfolgserlebnis. Damit hätten jetzt auch Kleinproduzenten die Möglichkeit, ihre Weine mit der entsprechenden Note zu versehen.

Die Welterberegion Anhalt-Dessau-Wittenberg wirbt mit ihrem Angebot am Gemeinschaftsstand des Landkreises für viele interessante Reisegebiete. „Besonders nachgefragt sind die neuen Landkarten der Goitzsche sowie auch der vielen Radwege, die durch den Kreis führen“, sagt Elke Witt, die Geschäftsführerin der Welterberegion. Veggie-Eis-Produzent Tino Cangemi aus Bitterfeld und Torsten Vogel von der Köthener Kaffeerösterei Hannemann als Hauptmieter des Anhalt-Bitterfelder Standes sind vorerst zufrieden. „Wir haben viel Unterstützung vom Landkreis bekommen und möchten uns dafür bedanken“, so Cangemi. (mz)

Anhalt-Bitterfelds Landrat Uwe Schulze (Mitte) informierte sich am Stand des Landkreises über die angebotenen Produkte der Hochschule Anhalt. Die Vielfalt reichte von Milch über Wein und Eis bis hin zu hochprozentigen Getränken.
Anhalt-Bitterfelds Landrat Uwe Schulze (Mitte) informierte sich am Stand des Landkreises über die angebotenen Produkte der Hochschule Anhalt. Die Vielfalt reichte von Milch über Wein und Eis bis hin zu hochprozentigen Getränken.
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