Salzlandkreis Salzlandkreis: Schule zum Wohlfühlen
GATERSLEBEN/MZ. - Alexander präsentiert den neuen Aktionsraum der Gaterslebener Grundschule "Kaethe Schulken" samt Kuschelecke, Sportbereich und Basteltisch, wo die Grundschüler seit Neuestem ihre Freistunden kreativ und nach eigenem Gutdünken verbringen können. "Es gefällt mir hier richtig gut", nickt der Viertklässler und schwärmt von seiner Schule. "Die sieht schön aus", meint er und erzählt auch von dem frisch gestrichenen Flur.
Den - und all die anderen Neuerungen - konnten sich die Großeltern der Kinder, ehemalige Lehrer und die herzlich begrüßte Bürgermeisterin Heidrun Meyer am Mittwoch zum Generationstreffen dann auch selbst anschauen. "Das ist eine Schule zum Wohlfühlen", findet auch Schulleiterin Ronny Holzhauer und lobt vor allem ihre Kollegen. "Ich habe ein Team an dieser Schule, das nicht auf die Uhr schaut", weiß sie zu schätzen und ist von dem kreativen Einsatz begeistert. So wurde das Schulgebäude auch in Vorbereitung auf das Generationstreffen wieder liebevoll geschmückt, haben Ingeborg Erdmann und Ishilde Scheller mit den Kindern extra ein Programm vorbereitet. "Die Vorfreude liegt seit Tagen in der Luft, es wurden Einladungen geschrieben und Geschenke gebastelt - und dieser Tag ist nun der Höhepunkt", verrät die Schulleiterin und freut sich, dass die Großeltern sehen können, wie Schule heute funktioniert.
Dazu gehört auch die Möglichkeit, sich den jahrgangsübergreifenden Unterricht der dritten und vierten Klasse anzuschauen. "Das ist das Neue, das wir gerade angehen", informiert Ronny Holzhauer und berichtet von gemeinsamen Planarbeiten in Mathematik und Deutsch, wo sich die Grundaufgaben gleichen, die Anforderungen aber klassenspezifisch sind. "Das können wir natürlich nicht in allen Stunden machen, aber in einigen schon", meint die Schulleiterin und redet von einem Geben und Nehmen unter den Kindern.
Ein hochwertiger qualitativer Unterricht gehöre nämlich auch zu den Leitideen der Grundschule, deren Motto "Schule für Kinder und mit Kindern" lautet. "Und das durchzieht alle Bereiche", bestätigt Ronny Holzhauer. So habe die Schule auch viele Kooperationspartner, zu denen beispielsweise die Kindertagesstätte, das Grüne Labor, die Gemeinde und mit ihr die Bibliothek, die Sparkasse und die örtlichen Vereine, wie Volkschor, Karnevals- und Sportverein, gehören. Doch hier ist die Grundschule nicht nur Nutznießer, sondern sie gibt auch zurück, bereichert zahlreiche Veranstaltungen mit eigenen Beiträgen. "Denn eine Schule im Ort bedeutet Leben im Ort", weiß die Schulleiterin.
Aber auch die Besinnung auf Traditionen gehört zu den Leitideen. "Für mich ist das Eindringen in die Zeitgeschichte ein aktives Auseinandersetzen", findet die Pädagogin und erzählt: "Wir haben uns mit Kaethe Schulkens Leben auseinandergesetzt, ihre Gedichte behandelt, haben in Zeitstrahlen geschichtliche Ereignisse und unser eigenes Leben eingetragen, uns im Forscherstübchen auf alte Schulbänke gesetzt und den Unterricht von vor 100 Jahren nachgespielt." Dabei merkten selbst die Kinder, dass Schule sich verändert hat. "Heute gehen wir partnerschaftlicher miteinander um."