Herrenbreite in Aschersleben Herrenbreite in Aschersleben: Springen im Park

Aschersleben - So viel Betrieb gibt es nicht so oft auf der Herrenbreite. Bagger, Lkw und diverse andere Gefährte sind auf den Wegen der Parkanlage unterwegs. Überall werden Stühle hingestellt, Planen gespannt, Bier- und Essens-Wagen aufgebaut. Es herrscht ein reges Treiben, Hektik kommt aber nicht auf. Alle sind vorbereitet auf eins der größten Ereignisse des Jahres in Aschersleben. „Wir sind voll im Plan“, bestätigte Harald Sporreiter, Chef-Organisator des Ascania-Pferdefestivals, gestern gegenüber der MZ. Seit der Premiere vor vier Jahren führt Sporreiter die Regie bei diesem Event.
Neben den sportlichen Höhepunkten im Springen und Fahren bietet die vierte Auflage des Ascania-Pferdefestivals ein tägliches Rahmenprogramm. Den Auftakt macht die Band „Atemlos“ am Donnerstagabend im Festzelt. Am Samstag um 20 Uhr startet die Gala „Pferde und Musik“. Mit Karussell und Ponyreiten richtet man sich an die ganze Familie. Tages- und Kombi-Tickets sind an der Touristen-Information Aschersleben erhältlich.
Produktionsleiter Marko Baumbach vom „Studio D4“ ist mit seinen Kollegen seit Montag für den Aufbau zuständig. Er leitet alle Wagen, Tische und Zelte an den richtigen Platz, sorgt dafür, dass ab heute immer auch der Ton und das Licht passen. Die Tribüne bietet Sitzplätze für ungefähr 2 000 Besucher, insgesamt rechnet Baumbach mit mehreren tausend Zuschauern während des Wochenendes. Neben den sportlichen Ereignissen am Tag spielt auch das Abendprogramm eine wichtige Rolle auf der Herrenbreite. Im vergangenen Jahr hielt das Festzelt dem Andrang nicht stand. Deshalb ist es dieses Mal gleich doppelt so groß, sagte der Produktionsleiter. Seinen persönlichen magischen Moment erlebte Baumbach im vergangenen Jahr übrigens beim Mächtigkeitsspringen. „Als plötzlich alle 3 000 Zuschauer ganz still und konzentriert waren und am Ende des Rittes in Jubel ausbrachen, das war schon sehr beeindruckend.“
Für die Hauptakteure des Wochenendes ist auch schon alles vorbereitet. Von einer Spezial-Firma wurde ein Stallzelt aufgebaut. Echten Ställen nachempfunden, hat hier jedes Pferd seine Box mit Fenster. In zwei Zelten werden seit gestern Abend 62 Pferde untergebracht. Um 21 Uhr hat auch Siegfried Schicht sein Lager bezogenen. „Ab dann campiere ich in meinem Wohnwagen direkt neben den Ställen“, erzählte der Vorsitzende des Reitvereins Frose. Er ist für dieses Wochenende Stallmeister und damit für die Organisation bei den Pferden verantwortlich. Alle Vereine der Gegend würden bei diesem Großereignis helfen, sagte Schicht.
Die ganze Herrenbreite wird Tag und Nacht von einem Sicherheitsdienst überwacht werden. Organisator Sporreiter bestätigte: „Das Sicherheitssystem wurde überarbeitet und seit dem vergangenen Jahr aufgerüstet.“ Auch sportlich sei man auf einem tollen Stand. 1 117 Starter aus ganz Deutschland, darunter alle Landesmeister Mitteldeutschlands, seien für das Turnier gemeldet. „Es verspricht, ganz großer Sport zu werden.“ Einer der vielen Helfer bringt seine Freude auf den Punkt: Das Festival bringe immer ein wenig „Duft der großen, weiten Welt“ nach Aschersleben. (mz)
